Der nationale Bericht des Robert-Koch-Instituts zum Krebsgeschehen war lange überfällig. Von der Vorbeugung durch gesunden Lebenswandel, der Früherkennung über Therapiemöglichkeiten bis hin zu den Heilungs- und Überlebenschancen hat sich viel zum Positiven getan. Dort, wo die Diagnose Krebs einst ein sicheres Todesurteil bedeutete, gibt es heute oft Chancen und Hoffnung. Doch dürfen die revolutionären Fortschritte der Medizin auf diesem Gebiet Forscher nicht ruhen lassen beim Versuch, die Krankheit früher und besser in den Griff zu bekommen als derzeit möglich erscheint. In dreißig Jahren etwa könnte dies nach Medizinermeinung der Fall sein. Bis dahin gilt es, dafür zu sorgen, beste Therapien auch denen zu ermöglichen, die es sich nicht oder nur schwer leisten können, das Leiden zu verringern. Einer Pharmaindustrie, bei der angesichts der Entwicklung neuer Medikation für die Krebstherapie in Goldgräberstimmung ausbricht, müssen hier Grenzen in ihrer Preispolitik gesetzt werden.