Die deutsche Wirtschaft wächst und gedeiht und ist so der Garant für unseren Wohlstand. Aber ist das auf Dauer durchzuhalten, wenn sich immer weniger junge Menschen für eine Berufsausbildung entscheiden? Das ist schwer vorstellbar. Es ist das Wissen der vielen gut ausgebildeten Fachkräfte, das letztlich das Siegel „Made in Germany“ täglich verlässlich trägt.

Leider aber bleiben immer mehr Ausbildungsplätze unbesetzt. Und die Zahl der neuen Ausbildungsverträge hat ihren tiefsten Stand seit Jahrzehnten erreicht. Dieser Trend muss gebrochen werden. Das geht natürlich nur, indem systematisch am Image der Berufsausbildung gearbeitet wird. Das Handwerk geht hier mustergültig voran. Aber noch immer ist viel zu wenig bekannt, wie gut heute die persönlichen Möglichkeiten nach einer Berufsausbildung sind. Zugleich machen sich viele Jugendliche und Eltern etwas vor, wenn „unbedingt“ studiert werden soll. Ein Beleg sind die extrem hohen Abbrecherquoten.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)