Vergewaltigt zu werden, ist ein traumatisierendes Erlebnis. Eine Vergewaltigung anzuzeigen, kostet unglaubliche Überwindung. Jetzt zeigt eine Studie auch noch: Die Chancen, dass ein Täter verurteilt wird, sinken. Ein Ergebnis, das jedes Opfer verhöhnt.

Entscheidend für den Erfolg vor Gericht sei eine gute Dokumentation der Erstaussage – per Video oder Tonband, erläutert Studienleiter Christian Pfeiffer. Dass dies noch nicht Standard ist, ist ein Unding und zeigt, dass die Polizei noch viel mehr sensibilisiert werden muss für solche Fälle.

Dass höchste Richter entscheiden, dass das Kleidung-vom-Körper-Reißen und Gegen-den-Willen-Geschlechtsverkehr-Haben keine Nötigung sei, zeigt zudem, dass auch der Begriff „Vergewaltigung“ eine neue Definition braucht.

Immerhin wird durch die Studie ebenfalls deutlich: Mehr Frauen trauen sich, eine Vergewaltigung anzuzeigen. Das macht Mut. Und Hoffnung, dass sich auch bei der Verurteilungsquote bald etwas bessert.

Stefanie Dosch
Stefanie Dosch Politikredaktion/Newsdeskmanagerin