Klar dass die Opposition den Einsatz der Bundeswehr in Syrien ablehnt. Sie kritisiert eine fehlende rechtliche Grundlage und fordert ein UN-Mandat. Ein Bundestagsbeschluss wäre freilich eine rechtliche Grundlage für die Entsendung deutscher Soldaten. Aber selbst in der CDU fehlt es an Einigkeit über die Ziele der Mission und die Mittel, die dabei anzuwenden sind. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) schließt eine Beteiligung der syrischen Armee nicht aus, ihr Parteifreund Norbert Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, kann sich damit gar nicht anfreunden, Assads Truppen oder gar den Diktator selbst an einer Lösung des Konflikts zu beteiligen. Andere Abgeordnete stimmen wiederum der Ministerin zu.

Dabei dürfte eines klar sein: Ohne Bodentruppen werden die IS-Terroristen nicht zu vertreiben sein. Umso wichtiger wäre es, eine Strategie zu haben, bevor Bundeswehrsoldaten in eine Mission geschickt werden, von der ja bereits schon feststeht, dass Flugzeuge und eine Fregatte sich daran beteiligen sollen. Immerhin ist die militärische Hilfszusage schneller erfolgt, als es bei vorangegangenen Einsätzen geschehen ist. Ob dadurch das Risiko sinkt oder der Konflikt rascher zu bereinigen ist? Wohl kaum.