Die Studie einer Expertengruppe der Akademie der Nationalen Wissenschaften Leopoldina hat es in sich. Eigentlich ging es den Forschern darum, die Belastungen der Luft durch den Straßenverkehr herauszustellen. Hängen in der öffentlichen Wahrnehmung blieb aber nur: Diesel-Fahrverbote bringen nichts. Das stimmt nur bedingt. Die Forscher lehnen Fahrverbote aus zwei Gründen ab. Weil sie nur auf einen kleinen Raum wirken. Und weil Stickoxide nicht das größte Problem im Kampf gegen schlechte Luft sind. Die größte Belastung für Umwelt und menschliche Gesundheit geht von Feinstaubpartikeln und den langfristigen Folgen des Klimawandels aus. Die eigentliche Botschaft der Forscher lautet daher: Das Land braucht eine Verkehrswende – weniger Individualverkehr, mehr alternative Antriebe, vor allem Elektro.
Das Auto der Zukunft muss sauberer werden. Das dies möglich ist, haben die Autobauer bereits bewiesen. Auch das steht in der Studie: Zum drastischen Rückgang der Stickoxidbelastung haben Katalysator und andere Erfindungen viel beigetragen – wenn die technischen Tüfteleien wie beim Diesel nicht abgeschaltet sind.
