War es tatsächlich ein Wolf, der einen Mann bei Friedhofsarbeiten in Steinfeld (Rotenburg) an der Hand verletzt hat? Haben drei weitere Wölfe eines Rudels das Geschehen beobachtet? Und wenn ja, warum hat das Opfer das Ganze erst einen Tag später seinem Vorgesetzten gemeldet und ist dann zum Arzt gegangen? Man sollte meinen, dass der Angegriffene, der vier Wölfe in die Flucht geschlagen haben will, seinen Chef unmittelbar darüber informiert. Vielleicht war der 55-Jährige auch einfach zu geschockt.
Nächste Woche, wenn die DNA-Analysen vom Pullover des Mannes, von den Tierhaaren und vom Hammer, mit dem das Tier abgewehrt wurde, vorliegen, wissen wir mehr. War es tatsächlich ein Wolf, soll er laut Ministerium „so schnell wie möglich getötet werden“. Doch wie findet man aus dem Rudel den wahren Übeltäter? Neben den vielen derzeit offenen Punkten stellt sich dann vor allem auch die Frage, wie Niedersachsen künftig mit dem Wolf umgehen will. Bestätigt sich der Vorfall, bekommt die ganze Debatte um den Wolf jedenfalls eine völlig neue Dimension.
