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NWZonline.de Nachrichten Politik Meinung

Sieben Gründe, die für eine Wiederwahl Donald Trumps sprechen

12.03.2019

Washington Das Kartenhaus von Donald Trump wackele bedrohlich, schrieb eine deutsche Nachrichtenagentur am Wochenende über den US-Präsidenten. Und resümierte: Trump könnte ein „Gangster-Boss“ sein, der Probleme an allen Fronten habe. Diese Bilanz reiht sich nahtlos ein in die zahlreichen Analysen von Schwarzsehern, die für den US-Präsidenten bereits ein Amtsenthebungsverfahren, eine Anklage oder einen vorzeitigen Rücktritt prophezeien. Doch wie realistisch sind solche Prognosen? Hier sind sieben Gründe, warum der so Bedrängte 2020 erneut Experten wie Demoskopen überraschen könnte.

1. Die Russland-Ermittlungen

Es hagelte nur so Anklagen gegen frühere Helfer wie Sicherheitsberater Michael Flynn, Kampagnenchef Paul Manafort und Michael Cohen wegen persönlicher Verfehlungen wie Steuer- und Bankbetrugs oder Falschaussage. Doch in keinem dieser Verfahren gab es eindeutige Hinweise auf eine aktive Kooperation des Präsidenten mit Russland zum Nachteil von Hillary Clinton, die im Präsidentschaftswahlkampf gegen Trump kandidiert hatte. Völlig unklar ist auch, ob Sonderermittler Robert Mueller kriminelle Aktivitäten feststellen wird. Die Demokraten im Kongress werden bereits nervös – und haben eigene Ermittlungen auf breiter Front gestartet, die das Trump-Imperium durchleuchten sollen.

2. Trumps moralische Defizite

Mittlerweile ist unstrittig, dass Trump über seinen straffällig gewordenen Ex-Anwalt Michael Cohen Schweigegelder an zwei Frauen zahlen ließ, die behaupten, Geliebte Trumps gewesen zu sein. Doch ist das strafbar? Staatsanwälte werden dem Präsidenten schlüssig nachweisen müssen, dass er damit den Wahlausgang 2016 beeinflussen wollte. Doch das Argument aus dem Trump-Lager lautet, der Kandidat habe lediglich seine Ehe schützen wollen. Die Vorwürfe stehen also rechtlich auf einem wackeligen Fundament – zumal Trump ohnehin wohl erst nach seinem Ausscheiden aus dem Amt angeklagt werden könnte. Und: Wer ihn 2016 wählte, sah bereits über moralisches Fehlverhalten großzügig hinweg. Die Basis, an Trump gewöhnt, könnte dies 2020 erneut tun. 

3. Das amerikanische Handelsdefizit

Es steht zwar auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Doch wird dies die Wahl beeinflussen? Wirtschaftsexperten wiesen jetzt darauf hin, dass bei einer starken Konjunktur das Handelsdefizit üblicherweise ansteige. Den Wähler interessieren ohnehin vor allem Jobs. Bill Clinton formulierte dies einst so: „It’s the economy, stupid!“ Übersetzt: Es komme auf die Wirtschaft an, Dummkopf! Und da kann Trump mit einer Arbeitslosenquote von derzeit unter vier Prozent punkten.

4. Die Außenpolitik des US-Präsidenten

Nach den Amtszeiten von George W. Bush und Barack Obama sind die US-Bürger kriegsmüde geworden. Sie wollen nichts mehr von Afghanistan, Syrien oder dem Irak hören. Trump will das militärische Engagement zurückfahren – und hat bislang keinen neuen Konfliktherd geschaffen, sondern sich um Entspannung bemüht.

5. Amtsenthebungs-Verfahren gegen Donald Trump

Viele Demokraten träumen bereits von einer parlamentarischen Entmachtung Trumps. Doch dafür fehlt ihnen im Senat die Mehrheit. Das Hauptkalkül wird deshalb sein, Trump vor den Wahlen maximal zu beschädigen und ihm möglichst viele windige Geschäfte nachzuweisen. Dies wiederum könnte jene Bürger in die Wahlkabinen treiben, die eine solche Frontal-Strategie nicht gutheißen – und sich mit Trump aufgrund der extrem guten Konjunktur solidarisieren.

6. Der Streit um die geplante Mauer

Die Mehrheit der US-Bürger will eine stärkere Grenzsicherung. Der Notstandserklärung zum Mauerbau dürfte Trump durch sein Veto einer absehbaren Parlaments-Resolution weiter Geltung verschaffen. Und die Chancen stehen gut, dass der Oberste Gerichtshof ihm Recht geben wird.

7. Der Trend der Geschichte

Nur zwei Präsidenten, die in den vergangenen 50 Jahren eine Wiederwahl anstrebten, wurde die rote Karte gezeigt. Es waren Jimmy Carter und George Bush senior. Selbst den von Kontroversen umgebenen Richard Nixon und Ronald Reagan gelang es, sich eine zweite Amtszeit zu sichern – gegen schwache Gegner. Und niemand weiß, wie stark oder schwach Trumps demokratischer Gegenkandidat sein wird.

Friedemann Diederichs Korrespondentenbüro Washington
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