Washington - Die Corona-Krise hat viele Aspekte. Allen voran das enorme Leid, das sie über die Menschen auch in Deutschland gebracht hat. Und dann die vom Umfang her noch gar nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen vor allem für Europa und die USA. Was wiederum die Frage aufwirft: Welche Rolle soll China bei der Schadensminderung spielen?

Es gibt mittlerweile unter Experten keine Zweifel daran, dass der Covid-19-Virus in China seinen Ursprung hatte. Ob er auf einem der „Lebend-Märkte“ entstand, auf denen die Menschen einer fehlgeleiteten mittelalterlichen Tradition folgend mit Billigung des Regimes Fledermäuse, Katzen, Hunde und Reptilien auf grausamste Art lebend zubereiten und dann verspeisen, ist dabei ebenso zweitrangig wie die Möglichkeit, dass der Virus bei Experimenten in einem Labor für biologische Erreger freigesetzt wurde – entweder durch Nachlässigkeit oder, wie es manche sogar vermuten, durch Vorsatz.

Am Ende zählt nur, dass China die Seuche in alle Welt exportiert und dann wochenlang versucht hat, die Gefahren und das wahre Ausmaß der Bedrohung zu leugnen. Der klare Gewinner der Virus-Katastrophe ist deshalb Peking, denn die westlichen Wirtschaftssysteme wurden – zum Vorteil Chinas - in massive Nöte gebracht.

Dass China nun einen Großteil der Schutzausrüstung und der Medikamente nach Bietgefechten liefert, ist ein weitere Perfidie der Situation. Was könnte also der Westen tun? Eine Option wäre, den Schaden gegen Verpflichtungen aufzurechnen, die Peking geschuldet werden. Dazu bedarf es großem politischem Mut. Ob ihn Trump, Merkel, Macron und Co. aufbringen?