Die englische Premier League ist der Fußball-Bundesliga bei den Einnahmen aus Fernsehrechten seit Jahren weit enteilt, die Clubs auf der Insel werfen inzwischen mit irrwitzigen Summen um sich. Trotzdem gab es 2013 in der Champions League ein Finale zwischen zwei deutschen Mannschaften, zudem wurde Deutschland 2014 (mit vielen Spielern aus der Bundesliga) Weltmeister.
Der Ligaverband DFL plant trotz dieser Erfolge, durch die der Rückstand auf die Einnahmen in England zu verschmerzen wäre, beharrlich am Fan und am TV-Zuschauer vorbei. Der Fußball-Interessierte in Deutschland hat gefälligst dann ins Stadion zu gehen beziehungsweise sich ein Spiel im Fernsehen anzuschauen, wann es den Veranstaltern am besten passt (und am meisten einbringt). Dass Fans dafür montags quer durchs Land reisen und eventuell Kunden bei verschiedenen Bezahlfernseh-Anbietern werden müssen – dem Ligaverband ist’s egal, er entfernt den Volkssport stattdessen lieber immer weiter vom Volk.
