Bei der Deutschen Bank sollte in der neuen Ära mit der Doppelspitze Jain/Fitschen ja eigentlich alles besser werden. Doch auch bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal zeigte sich: Es bleibt noch ein weiter Weg.

Der deutsche Branchenprimus hat nämlich weiterhin schwere Altlasten zu tragen – Probleme, die vor Jahren an Bord geholt wurden. Dazu zählen mögliche Schadenersatzforderungen im Fall Kirch ebenso wie drohende Strafzahlungen um US-Kreditpakete vor der Finanzkrise oder die Vorgänge rund um den manipulierten Referenzzins Libor. Da können schnell ein paar Milliarden Euro zusammenkommen – Geld, das den Aktionären, den Beschäftigten und der Zukunftsfähigkeit der Großbank entgehen könnte.

Der Deutschen Bank gelingt es also – anders als geplant – vorerst noch nicht, ihren von Skandalen geschädigten Ruf gründlich zu erneuern.

Und der Gewinn? Er nähert sich gerade den „Peanuts“, die einst den Ex-Bankchef Hilmar Kopper berühmt machten. Auch das muss wieder besser werden.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)