Dass die auch in Deutschland immer beliebter werdenden Kaffeekapseln aus Umweltsicht problematisch sind, steht außer Frage. Kaum ein Material ist in der Herstellung so energieaufwendig wie Aluminium. Zudem sorgen die Kaffeekapseln für tonnenschwere Müllberge.

Ob allerdings ein Pfand oder eine Umweltabgabe Abhilfe schaffen würde, darf bezweifelt werden. Der bürokratische Aufwand wäre enorm und ob sich die gewünschte Lenkungswirkung entfaltet würde, erscheint fraglich. Schließlich stören sich auch heute schon viele Bürger nicht daran, deutlich mehr Geld für Kapsel-Kaffee zu zahlen.

Eine Verbesserung könnte indes allein schon dadurch erzielt werden, dass die im Prinzip gut recycelbaren Kapseln auch wirklich konsequent der Wiederverwendung zugeführt werden und nicht im Hausmüll landen. Hierauf müssten auch die Hersteller noch viel deutlicher als bisher aufmerksam machen. Langfristig wäre es natürlich wünschenswert, dass sie ganz auf Aluminium verzichten würden. Angesichts der lukrativen Geschäfte mit den Kapseln dürfte das aber leider ein frommer Wunsch bleiben.

Jörg Schürmeyer
Jörg Schürmeyer Thementeam Wirtschaft