Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus sorgt derzeit nur für positive Schlagzeilen und bei allen Beteiligten für gute Laune: Umsatz und Gewinn legen zu, der Aktienkurs steigt, die Auftragsbücher bei den Flugzeugbestellungen werden immer voller. Weil sich immer mehr Chinesen eine Flugreise leisten können, rüsten die Airlines dort auf. Davon profitiert jetzt Airbus – dank einer Großbestellung von 130 Jets aus Peking.
Dass die Chinesen verstärkt auf die europäischen Flugzeuge setzen, hat sicherlich auch viel mit Psychologie zu tun. Es war ein äußerst geschickter Schachzug von Airbus, im Reich der Mitte Flugzeuge zu produzieren. Das zahlt sich jetzt aus. Wie richtig Präsenz in Asien ist, hat mittlerweile auch Erzrivale Boeing erkannt. Die Amerikaner kündigen an, ebenfalls ein Flugzeugwerk in China zu bauen.
Folge des Auftragsbooms: Airbus will die Produktion seines Kassenschlagers A 320 von derzeit 42 auf 60 Maschinen pro Monat steigern – ein Branchenrekord. Dafür wird in Hamburg eine weitere Endfertigungslinie errichtet. Airbus will mindestens zwei Flugzeuge pro Tag bauen. Da vergeht die Zeit in den Produktionshallen bald wie im Flug.
