Jedem dritten Kind in Deutschland wird selten oder gar nicht vorgelesen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Vorlesestudie. Es ist ein alarmierendes Ergebnis. Denn gerade das Vorlesen ist für die Entwicklung von Kindern von enormer Bedeutung. Durch das Vorlesen können Eltern schon frühzeitig entscheidende Bildungsweichen für ihre Kinder stellen.

Es gibt immer Argumente, warum Eltern nicht vorlesen. Oftmals wird Zeitmangel angegeben. Und in einigen Fällen ist es sicher schlicht Bequemlichkeit. Denn natürlich ist es einfacher, Kinder vor den Fernseher zu setzen, als sich ein Buch zu nehmen und ihnen daraus vorzulesen. Gerade in Zeiten, in denen Smartphones und Spielekonsolen immer mehr um sich greifen, ist es aber wichtig, auch das Lesen und Vorlesen nicht außer Acht zu lassen. Das ist nicht als Plädoyer gegen neue Medien zu verstehen. Sie gehören mittlerweile zum Alltag, wie aber nach wie vor auch das Vorlesen zum Alltag gehören sollte.

Die repräsentative Studie macht trotz aller Alarmsignale auch Hoffnung, denn immerhin lesen 69 Prozent der Befragten regelmäßig vor – diesem Beispiel sollten die „Vorlesemuffel“ folgen – zumindest hin und wieder.