Rund 500 000 Euro Verlust fliegt die italienische Fluglinie Alitalia jeden Tag ein – aber nicht mehr lange. Trotz aller Warnungen lehnen die Beschäftigten einen Rettungsplan ab. Nun droht der Fluggesellschaft die Insolvenz.
Schon wieder. Nur wird es dieses Mal wohl keinen Retter geben. Die traditionsreiche Fluggesellschaft ist seit Jahren eine Sanierungsbaustelle. Hohe Kosten, starker Wettbewerbsdruck von Billigairlines und streikfreudige Gewerkschaften sorgten für rote Zahlen. Schon in früheren Jahren war der Fortbestand der Airline eine Hängepartie.
Der Fall Alitalia verdeutlicht – genauso wie die Dauerkrise von Air Berlin –, dass das Europa-Engagement von Etihad Airways gescheitert ist. Etihad hatte 49 Prozent der Alitalia-Anteile übernommen und auf eine schnelle Sanierung sowie Wachstum gehofft. Das Gegenteil ist indes eingetreten. Strategisch wäre das Aus von Alitalia für Air Berlin schmerzhaft, denn die beiden Fluggesellschaften waren gerade dabei, ihre Zusammenarbeit zu vertiefen.
