In Zeiten klammer Kassen haben manche Kommunen ihre Wohnungsbaugesellschaften versilbert. Ein schwerer Fehler wie sich jetzt zeigt. Das Land Berlin überlegt sogar, die einst verkauften Sozialwohnungen zurückzukaufen. Da lacht wahrscheinlich nur, wer Aktien des Unternehmens besitzt, das damals den Zuschlag erhielt. Wohnungen sind Spekulationsobjekte geworden, nicht nur weil am Kapitalmarkt geringe Zinsen gezahlt werden. Es ist hip, in Ballungsräumen wie Berlin oder Hamburg zu wohnen und zu arbeiten. Und Wohnungen sind rares Gut.
Was könnten Kommunen tun? Um Baulandpreise niedrig zu halten, sollten Kommunen Bauland selbst vermarkten und nicht Investoren übertragen. Der Stadtplanung kommt eine hohe Bedeutung zu. Die Kommunen können festlegen, wer in neuen Baugebieten bevorzugt werden kann (Familien mit Arbeitsort in der jeweiligen Kommune zum Beispiel) und wie sich ein Stadtteil entwickelt. Und Sozialwohnungen dürfen nicht verkauft werden.
