Ick wull di wat! Das wäre die passende norddeutsche Antwort auf den Versuch, in Deutschland über eine zentrale DNA-Datenbank jeden Menschen ab Geburt auch noch bis in seine letzte Zelle zu durchleuchten. Man mag dem Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel, der sie ins Gespräch gebracht hat, ja noch den verständlichen Wunsch unterstellen, Deutschland zu einer Oase der Sicherheit machen zu wollen, erhielten die Ermittlungsbehörden mit der genetischen Vorratsdatenspeicherung doch viele neue Ermittlungsansätze zur raschen Aufklärung von Kapitalverbrechen. Zweifel am Sinn der ungebremsten Datensucht sind jedoch angebracht: Wer will sie verlässlich gegen Hackerangriffe sichern? Was, wenn die Datenbank in falsche Hände gerät? Wer sagt denn, dass demokratische Grundrechte hier in alle Ewigkeit gelten? Und was ist mit dem Ausforschen genetischer Anlagen? Die Versicherungswirtschaft könnte dann zum Beispiel Risikofälle einfach nicht mehr versichern. Trotzdem gute Idee? Schiet di wat!
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