Wieder wird das Ammenmärchen von der angeblich unbezwingbaren, spontanen Wut der Gaza-Araber auf Israel bemüht. Wieder ist es eine Lüge. In Wirklichkeit erleben wir an der Grenze zu Israel politisches Kalkül, und es offenbart sich das eigentliche Ziel derjenigen, die da skrupellos Zehntausende Zivilisten in Gefahr bringen.

Dabei handelt es sich um die Hamas, eine Organisation des politischen Islam, die von der zivilisierten Welt als Terrorgruppe eingestuft wird. Sie regiert seit 2007 den Gazastreifen und hat sich als unfähig erwiesen, die ökonomischen Probleme der Menschen auch nur ansatzweise zu lösen. Stattdessen brach die Truppe immer wieder Kriege mit Israel vom Zaun und bediente sich nach den zynisch einkalkulierten Niederlagen mit Erfolg der moralischen Keule gegen den jüdischen Staat.

Die Grenzmärsche fallen in die gleiche Kategorie: Um von politischem Versagen abzulenken, wird Hass auf Israel geschürt. Als Brandbeschleuniger dient das Blut der eigenen, verhetzten Bürger. Wehrt sich der Angegriffene, fließen Krokodilstränen. Mit absoluter Sicherheit finden sich dann im Westen genügend Leute, die solchen Inszenierungen nur allzu willig auf den Leim gehen.

Dabei geht es natürlich nicht um „Rückkehrrecht für Flüchtlinge“. Es geht um das von den Islamisten erträumte Endziel: die Vernichtung Israels. Die Parolen, die da am Wochenende am Grenzzaun skandiert wurden, waren da überdeutlich: „Tod den Juden“, hieß es unter anderem. Solange das so ist, so lange trennt diese Grenze das einzige demokratische Land des Nahen Ostens vom Herrschaftsgebiet einer Terrororganisation. Es steht zu hoffen, dass die Araber der Region das schleunigst erkennen und sich ihrer religiös-faschistoiden Machthaber entledigen, um auf diese Weise das Tor zu Verhandlungen neu zu öffnen.

Dr. Alexander Will
Dr. Alexander Will Mitglied der Chefredaktion (Überregionales), Leiter Newsdesk