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Blutspende In Molbergen: Mit persönlichem Einsatz Leben retten

03.01.2020

Molbergen Blut spenden kann Leben retten. Dies ganz besonders verinnerlicht hat Heinz Tönnies. Zum 150. Mal spendete das Mitglied der DRK-Bereitschaft Molbergen nun sein Blut. Das war auch für die freiwilligen Mitarbeiter der DRK-Bereitschaft Molbergen ein seltenes Ereignis und ein neuer Rekord. Doch Tönnies ist nicht der einzige fleißige Spender: Theo Biestmann ließ sich am Tag vor Silvester zum 125. Mal zur Ader. Gerhard Mastall und Elfriede Büssing spendeten zum 50. Mal. Alle Jubilare erhielten ein Präsent und einen Wertgutschein.

Seit er 18 Jahre alt ist, spendet Theo Biestmann zwei- bis dreimal im Jahr Blut. „Mit 17, 18 Jahren hatte ich oft Nasenbluten. So riet mir jemand, zum Blutspenden zu gehen. Seitdem ist das Nasenbluten vorbei“, sagt der 62-Jährige. Informationen zum Blut gibt es darüber hinaus für alle Spender. Wenn das Blut größere Abweichungen aufweist, erhält man eine Nachricht, so dass man schnell über eventuelle Erkrankungen informiert ist.

Am Montag spendeten in Molbergen 198 Personen ihr Blut. In diesem Jahr waren es im Bereich der DRK-Bereitschaft Molbergen 1494 Spender, die 750 Liter Blut spendeten, mit dem das Leben vieler Menschen gerettet werden kann. „Vielleicht brauche ich ja auch einmal eine Blutkonserve. Deshalb gehe ich regelmäßig hin“, geben viele Spender als Begründung an. Neben den Jubilaren in Molbergen spendeten auch in Varrelbusch zwei Teilnehmer zum 75. und vier zum 50. Mal.

Die DRK-Ortsgruppe Molbergen hat rund 40 Mitglieder. „Wir arbeiten alle ehrenamtlich“, erzählt Martin Tabeling, Leiter der Molberger DRK-Bereitschaft. Zehn bis zwölf Mitglieder sind nötig, um einen Blutspendetermin zu organisieren. „Unsere Ortsgruppe bietet elf Termine im Jahr an: vier in Varrelbusch, fünf in Molbergen und zwei in Peheim. Ein Erstspender muss 18 Jahre und darf höchstens 68 Jahre alt sein, Wiederholungsspender dürfen zwischen 18 und 72 Jahre sein. Männer können sechsmal und Frauen viermal im Jahr spenden“, informiert Ignatz Niehaus, Beauftragter für das Blutspenden. „Einige Blutspender kommen auch von auswärts zu uns, weil wir sie verwöhnen“, scherzt er. So auch dieses Mal: Es gab für die Spender Grünkohl und Pinkel, verschiedene Säfte und Nachtisch. „Und bei der Silvesterfeier kann ich wieder einen Sekt oder ein Bier vertragen“, glaubt Andreas Unnerstall. Der Molberger Hauptverwaltungsbeamte gehört ebenfalls zu den regelmäßigen Spendern.

„Wir haben regelmäßig relativ viele Erstspender. Diesmal sind es 13. Häufig sind das die Kinder von Menschen, die bereits regelmäßig kommen“, sagt Martin Tabeling. Bevor aber jemand sein Blut spenden darf, sind einige Vorbereitungen erforderlich. So werden zunächst die Ausweise kontrolliert und registriert. Und ein Bogen mit rund 40 Fragen zum allgemeinen Befinden und zum Gesundheitszustand muss ausgefüllt werden. Ein Arzt nimmt Blut ab und stellt den Hämoglobin-Wert fest. Die eigentliche Blutentnahme dauert etwa zehn Minuten. Jedem Spender werden etwa 0,5 Liter Blut abgenommen.

In Varrelbusch spendeten 543, in Peheim 128 und in Molbergen 823 Personen Blut. Während im Vergleich zu 2018 in Molbergen etwas weniger Spender registriert wurden, stieg die Anzahl in Peheim und Varrelbusch leicht an. Insgesamt 166 Mitglieder der DRK-Bereitschaft stellten sich in den Dienst der guten Sache und halfen bei der Organisation.

„Es geht beim Blutspenden darum, Menschenleben zu retten – gerade nicht mit Geld, sondern mit persönlichem Einsatz“, erinnern die DRK-Mitarbeiter. Dahinter stehe ein Gemeinschaftsgedanke, der auch in vielen anderen Sozialprojekten verfolgt werde. Der hohe Bedarf an Blut sei in erster Linie eine Folge des medizinischen Fortschritts.

NWZonline.de/gesundheit
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