MOLBERGEN - „Diese Anlage hat Zukunft.“ Dieser Überzeugung ist Dr. Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz, nachdem er sich am Dienstagabend in Molbergen über die Biogas-Anlage der Investoren Gerd Peek und Jürgen Bahlmann informiert hatte. Die Anlage läuft mit Abfällen, Reststoffen, Speiseresten und Kartoffeln: „Energetische Nutzung statt kostenintensiver Entsorgung“, formulierte Peek als Motto. Nachwachsende Rohstoffe, Schlachtabfälle oder Gülle werden nicht verarbeitet, erläuterte er im Rathaus. Nach einem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde besichtigte der Staatssekretär die Biogas-Anlage beim Molberger Klärwerk.

Bürgermeister Ludger Möller und der stellvertretende Landrat Antonius Lamping hatten den Gast zuvor begrüßt. Möller lobte wie Peek und Bahlmann die Zusammenarbeit beim Bau der Biogas-Anlage, deren Wärmenutzungskonzept Müller besonders überzeugte. Mit der Wärme werden seit einigen Wochen unter anderem die Schulen, ein Kindergarten, die Kirche und das Pfarrhaus sowie Wohnhäuser beheizt.

Die Gemeinde spart dadurch 50 000 Euro pro Jahr an Energiekosten. 20 000 Euro davon sollen zusätzlich für die Förderung von Vereinen und hier insbesondere der Jugendarbeit zur Verfügung gestellt werden, kündigte Möller einen entsprechenden Ratsbeschluss am kommenden Montag an.

Peek und Bahlmann hatten sich im August 2006 mit ihren Plänen an die Gemeinde gewendet. Mittlerweile laufe die Anlage – ohne Lärm- oder Geruchsbelästigungen, so Peek.