MOLBERGEN - MOLBERGEN - Mit den Ursachen und Erscheinungsformen von Gewalt haben sich die Jugendliche bei einer gut besuchten Präventionsrunde im Molberger Jugendtreff auseinandergesetzt. Gemeinde, Schule, Polizei und Jugendtreff hatten zu dem Treffen eingeladen. Bürgermeister Ludger Möller, Friedrich Niebuhr von der Polizeistation Molbergen, Jugendtreffleiterin Annegret Schulte, Elternvertreter und Vertreter örtlicher Vereine sowie einige Gemeinderatsmitglieder und insbesondere die Jugendlichen ließen sich von Kriminalhauptkommissar Harald Nienaber, Beauftragter für Jugendsachen der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, über die Hintergründe und die Möglichkeiten zur Eindämmung und Bekämpfung
von Gewalt informieren. Der Experte gab auch Handlungsempfehlungen, wie man sich vor Gewalttaten schützen kann und welches Verhalten ratsam ist, wenn man Opfer einer Gewaltstraftat wie Raub oder Körperverletzung geworden ist. In einem gewissen Rahmen solle man sich wehren. Hilfreich sei es in vielen Fällen, sich an Vertrauensleute wie zum Beispiel Lehrer, Trainer oder Eltern zu wenden, so Nienaber. Gegebenenfalls sollten Betroffene Anzeige erstatten, auch um den Täter abzuschrecken und damit sich selbst und auch andere zu schützen. Ratsam sei es auch, Zeugen für eine Aussage zu gewinnen, um die Täter zu überführen.
Die Frage nach dem Anteil von Aussiedlern an Straftaten konnte Nienaber anhand von Fakten aus der polizeilichen Kriminalstatistik nachweisen. Nienaber erklärte, dass aus polizeilicher Sicht eine erhöhte Kriminalitätsrate insbesondere bei jugendlichen Aussiedlern auch auf eine noch nicht funktionierende Integration dieser Menschen zurückzuführen sei. Hierbei habe das Elternhaus eine ganz besondere Verpflichtung und Verantwortung, um entsprechende Werte und Normen zu vermitteln.
Die Anwesenden waren sich einig, dass Diskussionen und Informationsrunden zum Thema Prävention bei den Jugendichen nachhaltig Eindruck hinterlassen und der richtige Weg seien, der Gewalt an Schulen vorzubeugen. Dennoch wies Bürgermeister Ludger Möller noch einmal deutlich darauf hin, dass alle Straftaten im Bereich öffentlicher Gebäude und Anlagen in Molbergen konsequent zur Anzeige gebracht sowie straf- und zivilrechtlich verfolgt werden.
