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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Molbergen

Streit: Ein Findling als Stein des Anstoßes

29.09.2020

Peheim /Molbergen „Wir haben in Molbergen genug Findlinge oder dicke Steine“, ist Molbergens Pfarrer Uwe Börner erzürnt über Aussagen und Handlungen der Peheimer Rentnergruppe „Wi packt wat an“. Zur Demonstration erklimmt der Pfarrer einen großen Steinhaufen neben seinem Pfarrhaus. „Ich hätte den Peheimern für die Ortsmitte gern einen Findling zur Verfügung gestellt. Aber der jetzt dort aufgestellte Stein gehört eindeutig der Kirchengemeinde und soll Teil des Ehrenmals bleiben“, so Pfarrer Uwe Börner.

Zur Erinnerung: Im Rahmen der Neugestaltung der Ortsmitte hatte die Arbeitsgruppe des Peheimer Heimatvereins einen großen Findling aufgestellt und mit Inschrift und Wappen versehen. „Viele Jahre diente er zusammen mit einem weiteren Findling auf dem Friedhof als Gedenkstein und war Teil des Ehrenmals, versehen mit kleinen Platten, auf denen die Namen der Gefallenen der Kriege standen“, so Börner.

Im Rahmen der Neugestaltung des Friedhofs wurde das Ehrenmal in den Turm der alten Kirche verlegt“, hatte der Vorsitzende des Heimatvereins Peheim, Clemens Westendorf, erzählt. Die Rentnergruppe „Wi packt wat an“ habe einen Stein vor dem Zugriff der Molberger, die ihn gern hätten haben wollen, „gerettet“, so Westendorf, und ihn in der Dorfmitte aufgestellt.

„Diese Darstellung macht mich traurig“, so Pfarrer Börner. „Die Platte an einem der beiden Findlinge, die das Ehrenmal bilden, war tatsächlich altersentsprechend nicht mehr brauchbar. Wir haben im Kirchenausschuss vereinbart, dass wir zwei passende Platten bei der Steinmetz-Firma Stall in Fürstenau herstellen lassen. Das haben auch die Peheimer Mitglieder in dem Gremium gewusst und mitgetragen. Plötzlich aber fehlte nach der Neugestaltung des Friedhofs im letzten Jahr einer der beiden Findlinge“, so Börner. Er habe höflich gefragt, aber keiner habe angeblich gewusst, wo der Stein geblieben sei. „Nun haben wir zwei Platten mit den Namen der Kriegsgefallenen, aber nur einen Stein. Die Platten, die wir nun in Fürstenau notgedrungen einlagern mussten, sind eigens passend für diese glatten Steine angefertigt“, so Börner, der betont, dass sich die Kirchengemeinde in vielen Aktionen in die Vorbereitungen auf den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ eingebracht habe.

Für Pfarrer Börner sieht eine gute Zusammenarbeit der unterschiedlichen Vereine anders aus. Man müsse doch darüber reden können, welcher Stein in der Dorfmitte seinen Platz finden solle. Bei einer eventuellen Suche wäre er gern behilflich gewesen. „Dieser Umgang miteinander macht mich traurig“, kommentiert Börner.

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