Greater Noida - Nach der kleinen Siegerparty legte Sebastian Vettel den Schalter gleich wieder um. In Dubai angekommen, stand neben Regeneration leichtes Training auf dem Programm. „Unsere momentanen Erfolge dürfen uns nicht vom Wesentlichen ablenken und uns leichtsinnig machen“, betonte Vettel.
Denn der zweimalige Formel-1-Weltmeister muss sich schon an diesem Sonntag (14 Uhr/RTL) beim Großen Preis von Abu Dhabi auf die nächste Attacke seines schärfsten Widersachers gefasst machen. Fernando Alonso twitterte: „Wenn das Schwert bricht, kämpfe mit deinen Händen. Wenn sie dir die Hände abschneiden, schubse deinen Gegner mit den Schultern, oder nimm sogar die Zähne.“
Der Ferrari-Pilot ist trotz des mittlerweile auf 13 Punkte angewachsenen Rückstandes auf Doppelweltmeister Vettel im Red Bull fest überzeugt, am Saisonende den Titel zu gewinnen. Drei Starts gibt es aber nur noch.
„Die besseren Rennen kommen für uns noch“, meinte Alonso bereits nach seiner beeindruckenden kämpferischen Leistung am Sonntag auf dem Buddh International Circuit in Greater Noida. Vettels Sieg vor Alonso verfolgten im Schnitt 5,64 Millionen Fernsehzuschauer (Marktanteil: 36,6 Prozent).
Dass Alonso gern einmal kriegerische Weisheiten zitiert, ist nicht neu. Allerdings wartet er seit seinem Erfolg am 10. Juli auf dem Hockenheimring auf den nächsten Sieg. Vettel gelangen hingegen durch seinen Indien-Triumph zum ersten Mal in seiner Karriere vier Erfolge in Serie.
Den WM-Titel kann Vettel aber frühestens am 18. November in Austin, seinem 100. Rennen, feiern. Die Ausgangslage: 75 Zähler kann ein Fahrer maximal noch holen. Bei Punktegleichstand entscheidet die Anzahl der Siege, danach die Summe der zweiten Plätze usw; Vettel hat bis dato fünf Saisonsiege, Alonso drei.
Gewinnt Vettel die nächsten beiden Rennen, kommt er auf 290 Punkte. Alonso könnte dann maximal weitere 36 Zähler (je 18 für den zweiten Platz) holen. In der Summe käme Alonso auf 263 Punkte und hätte somit 27 Zähler Rückstand. Dann würden dem Spanier auch ein Sieg und ein Nuller von Vettel im Finale in Sao Paulo am 25. November nichts mehr nützen.
Unterdessen bestätigte Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen, dass er auch in der kommenden Saison für Lotus fährt.
