BERLIN - Die Suche nach den Sekunden auf Weltmeister Sebastian Vettel und Red Bull wird für die gedemütigte Konkurrenz zum Wettrennen mit der Zeit. Ferrari berief seine wichtigsten Leute nach dem enttäuschenden Auftakt in Australien sofort zurück ins rund 16 000 Kilometer entfernte Italien.
McLaren hofft auf weiteres Feintuning binnen zehn Tagen in der heimischen Werkstatt im englischen Woking. Auch in der Mercedes-Schmiede in Brackley wird eifrig nach den Gründen für die schwache Leistung beim Formel-1-Auftakt in Melbourne gesucht. Und Änderungen für die Silberpfeile von Rekordweltmeister Michael Schumacher und Nico Rosberg soll es nach den Rennen in Istanbul und Barcelona geben.
Problem nur: In anderthalb Wochen steht die Hitzeprobe in Malaysia an, nur sieben Tage später wird der Formel-1-Kaiser von China ausgerufen. Heißester Anwärter jeweils: Auftaktsieger Sebastian Vettel.
Derweil verzichtet das Sauber-Team nach der Disqualifikation seiner beiden Fahrer in Australien auf eine Berufung, teilte der Schweizer Rennstall mit. Sergio Perez und Kamui Kobayashi hatten im Saison-Auftaktrennen am Sonntag die Plätze sieben und acht belegt, waren aber nachträglich aus der Wertung genommen worden. Die Rennkommissäre hatten bei der technischen Nachkontrolle festgestellt, dass ein Radius am obersten Heckflügel-Element der beiden Autos um wenige Millimeter nicht den Vorgaben im Reglement entsprach.
