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NWZonline.de Sport Motorsport

Hamilton hat Lust auf starken Kollegen

03.08.2019

Budapest Nicht mal ein Teamkollege Max Verstappen würde Lewis Hamilton Angst machen. „In gewisser Weise wäre es gut für mich“, meinte der fünfmalige Formel-1-Weltmeister stattdessen sogar und erklärte, warum er sich der vermeintlich härtesten Herausforderung mit dem niederländischen Kompromisslos-Fahrer bei Mercedes stellen würde. Er lese Geschichten, dass er und der Red-Bull-Star unterschiedliche Autos hätten und er Verstappen nur deswegen schlage. Beide im gleichen Team hieße für Hamilton: „Ich könnte zeigen, dass das nicht der Fall ist.“

Dass er orangefarbene Shorts trug, als er entspannt über die Wunschkonstellation mancher Formel-1-Fans plauderte, dürfte unbeabsichtigt gewesen sein. Ohnehin fällt die Wahl zwischen dem Teamkollegen des 34-jährigen Briten in diesem Monat nur zwischen seinem aktuellen Kompagnon Valtteri Bottas aus Finnland und Mercedes-Ersatzpilot Esteban Ocon aus Frankreich.

Hamilton kann das alles eigentlich fast egal sein, er führt im Klassement mit 41 Punkten vor Bottas, mit 63 vor Verstappen und mit 84 vor Sebastian Vettel im Ferrari. Hamilton fährt auch schon länger in einer eigenen Liga, ergänzte seine Erfolgsstory nach dem WM-Titel 2008 mit McLaren mit den Triumphen 2014, 2015, 2017 und 2018 im Mercedes und ist in diesem Jahr auf dem Weg zum sechsten WM-Gewinn.

Daran ändern auch die jüngsten Leistungsdellen beim Großen Preis von Österreich mit Rang fünf und auf dem Hockenheimring mit dem neunten Platz kaum etwas. Geschmerzt hat der Auftritt in Deutschland. Die Erfahrung der vergangenen Jahre lehrt aber auch, dass die Silberpfeile gestärkt aus solchen Tiefs zurückkommen. „Wir übernehmen die Verantwortung für Fehler, damit wir daraus lernen und uns verbessern können“, betonte Teamchef Toto Wolff vor dem Rehabilitationsrennen mit dem Großen Preis von Ungarn an diesem Sonntag (15 Uhr/ RTL).

Hamiltons ehemaliger Teamkollege Nico Rosberg nutzte die schwache Leistung des geschwächten Briten zuletzt aber für ordentlich Kritik. Der einfache Weltmeister (2016) ist auch der Meinung, dass Verstappen im Klassement durch Hamiltons Deutschland-Patzer vor ihm liegen würde, wenn Verstappen auch in einem Mercedes fahren würde. „Verstappen ist im Moment der beste Fahrer da draußen“, meinte Rosberg über den Hockenheim-Sieger.

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