Jerez De La Frontera - Zweiter Streich gegen die Silberpfeile: Sebastian Vettel hat sich in seinem Ferrari auch gegen Weltmeister Lewis Hamilton behauptet und Mercedes beim Testen in Jerez erneut das Nachsehen gegeben. Zudem stoppte ein Wasserleck Hamiltons Rundenjagd.
Vettel war auf dem 4,428 Kilometer langen Circuito de Jerez in 1:20,984 Minuten trotz schlechterer äußerer Bedingungen und Regen in der letzten Stunde fast zwei Sekunden schneller als noch am Sonntag, als die neue Saison unter der Sonne Andalusiens eröffnet worden war, und spulte zudem 88 Runden ab.
Nach seinem überzeugenden Auftritt am Sonntag hatte die italienische Presse Vettel bereits gefeiert. „Ferrari hat Flügel, Vettel ist von Beginn an super“, schrieb „Corriere dello Sport“.
Hamilton (1:22,490) sammelte bis zu seinem technischen Problem fleißig Runden, lag mit seinen 91 aber letztlich deutlich hinter seinem Teamkollegen Nico Rosberg, der am Vortag auf 157 gekommen war.
Die neue Saison findet indes wohl ohne einen Deutschland-Grand-Prix statt. Nach einem Bericht der „Rhein-Zeitung“ hat Promoter Bernie Ecclestone (84) das Aus in einem Fax an die Redaktion bestätigt und seine Enttäuschung über die negative Entwicklung zum Ausdruck gebracht. „Ich bin so traurig wie unsere Fans, dass es kein Formel-1-Rennen in Deutschland geben wird“, wird Ecclestone zitiert. Als Begründung nannte er die schwindenden Besucherzahlen. Demnach soll das Rennen 2014 dem Hockenheimring ein Minus von 2,5 Millionen Euro eingebracht haben.
Die neue Formel-1-Saison beginnt am Sonntag, 15. März (7 Uhr/RTL) mit dem Großen Preis von Australien.
