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NWZonline.de Sport Motorsport

Fahrer liefern TV-Bilder live von der Bahn

05.01.2013

Bremen „Es ist der Wahnsinn – wie eine Achterbahnfahrt!“ So beschreibt Franco Marvulli die rasanten Kurvenfahrten beim Bremer Sechstagerennen (10. bis 15. Januar). Das 166 Meter lange Holzoval in der ÖVB-Arena gilt als die gefährlichste Sechstage-Bahn der Welt. Mit mehr als dem Doppelten ihres Körpergewichts werden die Fahrer in die bis zu 5,20 Meter hohen und 51 Grad steilen Kurven gepresst. „Man hat bei vollem Tempo manchmal Probleme, die Spur zu halten. Da muss man schon ganz schön gegensteuern“, sagt der Schweizer Radprofi und betont: „Das kann sich der Zuschauer kaum vorstellen.“

Das soll sich bei der 49. Auflage der Bremer Sixdays ändern. Diesmal erhalten die Fans einen besonderen Einblick in die waghalsigen Fahr- und Überholmanöver. Denn erstmals werden die 24 Profis mit kleinen Kameras ausgerüstet, die an die Rennmaschinen montiert werden.

„Wir wollen den Zuschauern Einblicke wie bei der Formel 1 geben und Live-Bilder aus Fahrersicht direkt von der Bahn auf die Videowand in den Hallen übertragen“, erläutert Arena-Leiter Peter Rengel. Diese Technik habe man im vergangenen Jahr mit Christian Grasmann (31) aus München getestet.

Die Ablösung per Schleudergriff aus Sicht der Sattel-Kamera (oben) und der Lenker-Kamera (unten). BILD: youtube

Kameras unter dem Sattel und am Lenker montiert

Übertragungen per Funk-Kameras sind im Sport nichts Neues. Im Bahnradsport wurde diese Technologie bislang aber nur selten angewandt. „Über spezielle Frequenzen werden die Signale von der Bahn auf die Videoleinwände übertragen“, erläutert Peter Rengel, Leiter der ÖVB-Arena, in der vom 10. bis 15. Januar das 49. Bremer Sechstagerennen stattfindet. Mit den Kameras am Rad soll das Publikum mehr als in den vergangenen Jahren auf den Sport fixiert werden.

Einen Probelauf mit der Übertragungstechnik gab es bei der deutschen Meisterschaft in Berlin. Beim Madison-Rennen fuhren Sebastian Wotschke und Bastian Faltin mit Minikameras. Die Bilder zeigen die Überholmanöver und die extremen Schräglagen in den Steilkurven aus der Fahrerperspektive.

  Die robefahrt unter www.youtube.com/watch?v=xsjtnifckme

Die Variante, die Kamera von der Größe einer Zigarettenschachtel am Helm zu befestigen, verwarfen die Veranstalter um Sportchef Erik Weispfennig aber wieder. „Wir haben festgestellt, dass die Fahrer meistens nach unten schauen“, begründet Rengel.

Daher wird die Minikamera unter dem Sattel, am Lenker oder an der Vordergabel angebracht. Sie liefert atemberaubende Bilder bei der Fahrt mit bis zu 70 km/h durch die Kurven, in denen die Profis bei voller Fahrt fast waagerecht in der Luft zu hängen scheinen.

Auch die gefährlichen Wechselmanöver per Schleudergriff, bei denen sich die Teamkollegen an den Händen fassen und der vorausfahrende dem ablösenden Kollegen mit einem kräftigen Armzug Schwung verleiht, kann man so hautnah miterleben.

Den Fahrern macht das zusätzliche Gewicht von etwa einem halben Kilo nichts aus – obwohl sie stets versuchen, jedes Gramm einzusparen. „So können wir den Fans die Faszination unseres Sports näherbringen“, sagt Luke Roberts. Der Australier ist einer der Favoriten auf den Sieg.

Die Bereitschaft, neue Technik auszuprobieren setzt Weispfennig voraus. „Das sind doch alles Profis“, betont der Sportchef: „Ich glaube zudem nicht, dass die Kameras über die sechs Tage gesehen ausschlaggebend für Sieg oder Niederlage sind“ – die Achterbahnfahrt kann also starten.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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