FRANKFURT - FRANKFURT/SID/DPA - McLaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen wechselt laut der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ zur kommenden Saison zum italienischen Formel 1-Rennstall Ferrari. In Absprache mit Michael Schumacher soll der Wechsel schon im Februar 2005 eingeleitet worden sein.

Schumachers Vertrag bei Ferrari läuft zum Saisonende aus und noch scheint seine Zukunft völlig offen zu sein. Nachdem Experten wie Jackie Stewart und Niki Lauda dem siebenmaligen Weltmeister nach seinem Unfall in Melbourne schon zum Aufhören rieten, tut sich nun eine ganz andere Option auf: Renault-Boss Flavio Briatore hat angeblich Interesse an einer Verpflichtung des Kerpeners. Mit einem Wechsel würde Schumacher den amtierenden Weltmeister Fernando Alonso beerben, der ab 2007 für McLaren-Mercedes fährt.

„Wir kennen uns ja nun schon lange und reden auch viel miteinander. Flavio hat jetzt durchklingen lassen, dass wir vor einer möglichen Unterschrift bei Ferrari noch mal mit ihm reden sollten. Er hätte wohl Interesse“, bestätigte Schumacher-Manager Weber die Kontakaufnahme Renaults. Für den Ferrari-Pilot wäre es die Rückkehr zu seinen Wurzeln, denn in den Jahren 1994 und 1995 holte er unter Teamchef Briatore imRenault-Vorgängerrennstall Benetton seine ersten WM-Titel. Fraglich scheint allerdings, ob sich Renault Schumacher überhaupt leisten kann.

Ferrari dagegen ist zuversichtlich, dass Schumacher auch in der nächsten Saison ein „Roter“ bleiben wird. „Zurzeit finden Gespräche statt. Es liegt an Schumacher, sich zu entscheiden“, sagte der Technische Direktor Ross Brawn. „Wir haben ihm keine Fristen gesetzt, aber ich gehe davon aus, dass er Ferrari bis Mai oder Juni Bescheid geben wird.“ Er sehe für Schumacher keinen Grund zum Aufhören. Michael sei so motiviert wie eh und je, glaubt Brawn: „Aber auch er braucht zum

Gewinnen das entsprechende Auto. Da liegt es an uns, ihm das zu geben.“ Schon beim Ferrari-Heimspiel am Sonntag (14.00 Uhr/RTL), dem Großen Preis von San Marino in Imola, soll Schumachers Ferrari siegfähig sein.

Nach drei Saisonläufen führt Fernando Alonso die WM-Wertung mit 28 Punkten souverän an. Michael Schumacher auf Platz vier weist mit nur elf Punkten schon einen klaren Rückstand auf.