HAMBURG - Trotz der geplatzten Übernahme durch den mexikanischen Multi-Milliardär Carlos Slim Helu will der Formel-1-Rennstall Honda dennoch rechtzeitig die Kurve kriegen. Das vorhandene Geld soll bis zum Saisonauftakt reichen, am neuen Auto wird auf vollen Touren gearbeitet und hinter den Kulissen verhandeln Teamchef Ross Brawn und Geschäftsführer Nick Fry weiterhin mit den potenziellen Investoren. „Wir sind sehr erfreut über das Niveau des Interesses an unserem Team und wir hoffen, dass wir es bis Ende Januar zu einem Abschluss bringen können“, sagte Fry am Montag.
Der zweitreichste Mann der Welt ist dabei wohl aus dem Rennen – aus eigenem Antrieb. In einer offiziellen Erklärung dementierte das Telmex-Team auf seiner Homepage eine Übernahme. Slim Helu habe weder das Honda-Team gekauft noch entsprechende Verhandlungen vorangetrieben, hieß es. „Alle Informationen zu diesem Thema entbehren jeglicher Grundlage und sind falsch“.
Der Sohn des Multi-Milliardärs, Carlos Slim, betonte laut Medienberichten, dass sein Vater nicht vorhabe, in die Formel 1 einzusteigen. Er dementierte damit einen Medienbericht vom Sonntag, in dem es hieß, dass er den Honda-Rennstall für 160 Millionen Euro übernehmen wolle.
Brawn, einst Technik-Direktor und Taktik-Stratege bei Ferrari, stellte klar, dass die finanziellen Rücklagen des Rennstalls bis zum Auftaktwochenende der neuen WM-Saison am 29. März im australischen Melbourne ausreichen würden. Brawn: „Es läuft eigentlich alles weiter, auch wenn wir einige Programme etwas zurückdrehen mussten.“
