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NWZonline.de Sport Motorsport

Vettel hofft auf Initialzündung

30.07.2019

Hockenheim Die begeisterungsfähigen Tifosi jubeln schon über eine vermeintliche „Wiederauferstehung“ von Sebastian Vettel und Ferrari. Mehr als ein kräftiger Schub für das Selbstvertrauen der Scuderia ist der Chaos-Klassiker von Deutschland in der Formel 1 jedoch erstmal nicht. Das als nationales Heiligtum verehrte italienische Traditionsteam wähnt Vettels Sturmfahrt vor seinem Heimpublikum dennoch als mögliche Initialzündung in einer Saison voller Krisen und Verunsicherungen.

„Es ist eine harte Phase für uns. Wir geben uns alle Mühe, wir machen Fehler und wir sind nicht da, wo wir sein wollen“, räumte der zuletzt oft kritisierte Vettel nach seiner meisterhaften Rutschpartie von Position 20 bis auf Platz zwei ein, „wir müssen aber weiter an uns glauben, an unsere Fähigkeiten, unsere Stärken. Und ich bin zuversichtlich, dass unser Tag noch kommen wird.“

Allerdings könnte es das vermutlich vorerst letzte Rennen in Deutschland gewesen sein. Und Vettel hielt prompt ein Plädoyer für den Erhalt des Grand Prix auf dem Hockenheim-Ring. „Wir hatten ein großartiges Rennen, und es wäre schade, es zu verlieren“, sagte der hessische Ferrari-Pilot nach dem Regenchaos: „Es ist wichtig, den Sport dorthin zu bringen, wo die Leidenschaft für den Sport da ist.“

Es gebe Rennen, die man erhalten müsse, wie die Traditionsstätten in Monza oder Silverstone. „Deutschland und Spanien haben eine lange Rennhistorie, daher wäre es schade, sie zu verlieren und stattdessen an einen Platz zu gehen, wo Millionen für die Ausrichtung des Rennens gezahlt werden, aber niemand auf den Tribünen sitzt.“ Die Hockenheim-Ring-Betreiber können schon lange nicht mehr die volle Antrittsgebühr zahlen. Sie stehen auf einer Streichliste genauso wie Barcelona und Mexiko-Stadt für den Rennkalender 2020.

Dennoch: Vettels 50. Ferrari-Podium könnte kostbarer kaum sein. Nach einem fünften, einem vierten und einem 16. Platz in den vorherigen Grand Prix war der Zeitpunkt für eine Demonstration seines Könnens bestens. Zumal sein Stallrivale Charles Leclerc in den vergangenen drei Rennen stets vor dem 32-Jährigen gelandet war, diesmal aber von der nassen Strecke ins Aus rutschte. „Ich glaube, dass das für ihn ein toller Schub für das Selbstvertrauen ist“, befand Ferrari-Teamchef Mattia Binotto, „das war wichtig an dieser Stelle der Saison.“

Und es war eine ganz besondere. Im vergangenen Jahr war Vettel in Führung liegend nach einem Fahrfehler in der Sachskurve von der Strecke gerutscht und musste seine Hoffnungen auf den ersten Heimsieg in Hockenheim aufgeben. Neben Rennsieger Max Verstappen im Red Bull agierte am Sonntag diesmal kein anderer Fahrer so gekonnt wie der viermalige Weltmeister.

Vettel verliert die WM natürlich nicht aus seinem Fokus. Auch nicht bei einem Rückstand von 84 Punkten auf den fünfmaligen Champion Lewis Hamilton. Der Heppenheimer hofft weiter in dieser von Aussetzern, Pannen und Defekten durchsetzten Scuderia-Saison auf Entwicklungsschritte. „Wir müssen sicherstellen, dass wir uns verbessern, ihnen eine viel härtere Zeit bereiten, und natürlich geraten Dinge in Bewegung, wenn man Menschen unter Druck setzt“, sagte Vettel.

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