IMOLA - IMOLA/SID - Der siebenmalige Formel 1-Weltmeister Michael Schumacher scheint pünktlich zum Ferrari-Heim-Grand-Prix in Imola (Sonntag, 14 Uhr/RTL) wieder in die Spur zurück gefunden zu haben. Mit einer Zeit von 1:24,751 Minuten siegte er am Freitag im freien Training vor Weltmeister Fernando Alonso (1:25,043), der im zweiten Lauf allerdings
etwas schneller als der Deutsche war. „In meinen Augen können wir hier um den Sieg mitfahren. Das Ziel im Qualifying am Samstag ist jetzt die Pole Position“, erklärte Schumacher und war nicht nur mit dem neuen Aerodynamikpaket an seinem „248F1“-Boliden zufrieden: „Auch die Reifen funktionieren, das war ja zuletzt nicht allzu oft der Fall.“Nachdem die Saison bislang mehr als unbefriedigend verlaufen war, kündigt Schumacher nun nach drei Rennen in Übersee für Sonntag die Wende an. „Der Europa-Auftakt soll unser WM-Auftakt werden“, gab sich der 37-jährige Kerpener zuversichtlich.
Die anderen deutschen Piloten schnitten dagegen eher durchschnittlich ab. Nick Heidfeld im BMW-Sauber belegte in 1:26,387 Minuten Platz zehn, Williams-Pilot Nico Rosberg (1:26,989) wurde 18. und Ralf Schumacher (Toyota) kam in 1:27,639 Minuten gar nur auf Platz 22. Die McLaren-Mercedes-Fahrer Juan Pablo Montoya (Kolumbien) und Kimi Räikkönen (Finnland) belegten am Ende des Tages die Plätze neun und zwölf.
In Zugzwang will sich Schumacher bei der Entscheidung über seine Zukunft indes nicht bringen lassen – obwohl Ferrari-Technikchef Ross Brawn mit einer klaren Aussage Schumachers „im Mai oder Juni“ rechnet. „Es wäre unsinnig, jetzt einen fixen Zeitpunkt anzugeben“, meinte der Rekord-Weltmeister, der sich von den andauernden Spekulationen sogar ein bisschen geschmeichelt fühlt: „Ich stehe ja nicht vor einem Abgrund, sondern bin in der glücklichen Lage, dass ich für mich selbst entscheiden kann, wie und wann ich weitermachen möchte.“
