Grenoble - Michael Schumachers Helmkamera soll während seines schweren Skiunfalls eingeschaltet gewesen sein. Französischen Medienberichten zufolge sind sie angeblich auch verwertbar. Wie die Zeitung „Le Dauphiné Libéré“ am Dienstag auf ihrer Internetseite schrieb, sollen vertrauliche Quellen dies bestätigt haben. Die Aufnahmen könnten demnach helfen, den genauen Unfallhergang zu klären. Schumachers Familie hatte die Helmkamera den Behörden übergeben.

Detaillierte Informationen über den Unfallhergang werden an diesem Mittwoch erwartet. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft hat für 11 Uhr eine Pressekonferenz im Justizpalast von Albertville angesetzt. Die Veranstaltung findet bewusst nicht im Universitätskrankenhaus Grenoble statt, wo Schumacher seit seinem Unfall – begleitet von riesigem Medieninteresse – behandelt wird. Der Journalistentross zog stattdessen ins rund 80 Kilometer entfernte Albertville, Olympia-Stadt von 1992, weiter.

Der ehemalige Formel 1-Weltmeister Schumacher war am 29. Dezember beim Skifahren in Méribel in den französischen Alpen mit dem Kopf auf einen Felsen gestürzt. Seitdem liegt er auf der Intensivstation des Universitätskrankenhauses von Grenoble im künstlichen Koma.

Der inzwischen 45-Jährige erlitt bei dem Sturz ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und wurde seitdem zweimal operiert. Die Situation hat sich offenbar zumindest so weit verbessert, dass die Ärzte mittlerweile von einem „stabilen Zustand“ sprechen.

Schumachers Managerin Sabine Kehm bestätigte dies in einer schriftlichen Stellungnahme am späten Montagabend. Dabei verwies sie auf die Ausführungen der Mediziner. Kehm bestätigte aber nicht, dass sie gesagt haben soll, Schumacher sei außer Lebensgefahr.

Zuvor hatten verschiedene Medien berichtet, er befinde sich nicht mehr in „akuter Lebensgefahr“. Die behandelnden Ärzte hatten derweil angekündigt, sich erst bei einem neuen medizinischen Stand wieder zu äußern. Ihren Angaben zufolge ist der Zustand des früheren Rennfahrers weiterhin kritisch.