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NWZonline.de Sport Motorsport

Nun zählt auch ein Deutscher zum Favoritenkreis

24.11.2018

Lake Louise Wenn die Alpin-Asse im kanadischen Lake Louise an diesem Wochenende in ihre ersten Rennen der Saison gehen, ist seit Jahrzehnten mal wieder ein Deutscher Mitfavorit. Und Thomas Dreßen hat nach seinem famosen Winter in der Vorsaison – gekrönt vom Coup in Kitzbühel – noch lange nicht genug.

„Die Motivation ist auf alle Fälle größer“, sagt der Mittenwalder: „Wenn man so einen Erfolg hatte, dann ist es nicht länger ein Traum, sondern realistisch. Wenn man das merkt, dann will man mehr davon, weil es einfach geil ist.“

Dass Dreßen vor der ersten Abfahrt des WM-Winters an diesem Samstag (20.15 Uhr/Eurosport) in den kanadischen Rocky Mountains auf der Favoritenliste neben Szenestars wie Weltmeister Beat Feuz aus der Schweiz oder den norwegischen Olympiasieger Aksel Lund Svindal steht, illustriert seinen bemerkenswert schnellen Aufstieg in die Weltspitze. Vor einem Jahr wurde er in Lake Louise von Reportern noch gefragt, wie man seinen Nachnamen denn überhaupt ausspricht.

Inzwischen kennt jeder den schnellsten DSV-Athleten, der von seinen deutschen Kollegen zuletzt zum Skisportler des Jahres gewählt wurde und dabei sogar Olympiasieger wie Andreas Wellinger (Skispringen) oder Laura Dahlmeier (Biathlon) ausstach. Nun will der 25-jährige Dreßen an den famosen Winter mit zwei Weltcupsiegen, zwei weiteren Podestplätzen, dem dritten Rang in der Abfahrts-Gesamtwertung und Platz fünf bei Olympia anknüpfen. Seine Rückkehr auf die Streif nach Kitzbühel oder die WM im Februar in Are (Schweden) stehen als Höhepunkte an. So weit aber will Dreßen noch nicht denken, zunächst gilt es einen guten Saisonstart in Lake Louise hinzulegen. „Ich bin nicht der Typ, der sich Ergebnisse zum Ziel setzt“, erzählte er: „Ich will mein Maximum abrufen.“

Wenn das gelingt, dann ist viel möglich für den Oberbayern, dessen Leidenschaft neben Skifahren der Motorsport ist und der sich im Sommer als Belohnung für seinen Abfahrts-Sieg von Kitzbühel eine Harley Davidson leistete. Nun gilt es, die Form zu bestätigen, denn kaufen kann sich Dreßen von den vergangenen Erfolgen nichts mehr, wie er immer wieder betont. Zuletzt schuftete er mit dem Team im Trainingslager in Chile und tüftelte mit seinem Servicemann am perfekten Material.

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