MANAMA - In der Sexvideo-Affäre um Max Mosley wird eine außerordentliche Generalversammlung über die Zukunft des massiv in die Kritik geratenen FIA-Präsidenten entscheiden. Nachdem die deutschen Formel-1-Rivalen Mercedes und BMW dem 67-jährigen Briten in einer Stellungnahme indirekt den Rücktritt nahe gelegt hatten, schlug Mosley zurück. Auf seine Anregung hin soll die Sitzung zum „schnellstmöglichen Termin“ voraussichtlich in Paris stattfinden.

„Alle Mitglieder der FIA werden zu dem Treffen eingeladen, in welchem die breite Berichterstattung über den illegalen Eingriff in die Privatsphäre des FIA-Präsidenten diskutiert wird“, hieß es in einer Stellungnahme des Automobil-Weltverbandes. Mosley bereitet eine Klage gegen die britische Zeitung vor, die über das fünfstündige Video mit Sex-Szenen berichtet und eine vom FIA-Chef als „völlig falsch“ bezeichnete Verbindung zur Nazi-Szene hergestellt hatte.

„Die Inhalte der Veröffentlichungen sind abstoßend. Wir distanzieren uns als Unternehmen ausdrücklich davon. Der Vorgang betrifft Max Mosley in Person und als Präsident der FIA“, hatten BMW und Mercedes vor dem Großen Formel-1-Preis von Bahrain an diesem Sonntag (13.30 Uhr/RTL) erklärt: „Die Tragweite geht damit über den Motorsport hinaus. Wir erwarten eine Reaktion der relevanten FIA-Gremien.“

BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen erklärte derweil, dass nicht absehbar sei, welcher Schaden dem Motorsport damit zugefügt werde.