MANAMA - Drei Fahrer liegen nach drei Rennen punktgleich vorne. Theissen rechnet mit einer BMW-Siegchance in Barcelona.

Von Lars Becker

MANAMA - Drei verschiedene Sieger in drei Rennen, drei Fahrer punktgleich vorne und ein Dreikampf der Autogiganten mit dem deutschen Joker Nick Heidfeld – die Formel 1 ist im Jahr eins nach dem Abschied von Michael Schumacher spannend wie lange nicht.

Italiens Presse feierte Felipe Massa nach seinem Triumph in Bahrain überschwänglich. „Massa im siebten Himmel“, titelte „Corriere dello Sport“. Unterdessen kündigte Mercedes für den Europa-Auftakt in vier Wochen in Barcelona die Revanche an. Dann will der für sein Überholmanöver vorbei am Weltmeister beklatschte Heidfeld mit BMW am liebsten ganz oben stehen. „Jeder bei BMW und in Deutschland ist scharf auf den ersten Sieg. Die beiden Teams vor uns bekommen langsam Angst vor uns“, meinte BMW-Motorsportchef Mario Theissen: „Wir bekommen für Barcelona ein neues Aerodynamik-Paket und wollen die Lücke schließen. Dann wäre die WM noch spannender.“

Mit dem zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso, Newcomer Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen liegen drei Piloten nach drei von 17 Rennen mit 22 Punkten gemeinsam in Front. „So eng war es vielleicht noch nie. Aber das tut dem Sport sehr gut“, meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Vorhersagen über den kommenden Weltmeister wagt niemand. „Es ist sehr schwer, auf irgendeinen von uns Geld zu setzen“, meinte Massa, der seinen Sieg seiner Freundin Raffaela widmete: „Momentan haben alle Anwärter ein fast gleichstarkes Auto.“

Allerdings sind alle überzeugt, dass sie beim nächsten Rennen am 13. Mai in Spanien die Nase vorn haben werden. „Wir kriegen viele neue Teile. Das wird die Dinge gewaltig ändern“, sagt Räikkönen von der Ferrari-Fraktion. Haug verspricht für Silber: „Im Entwicklungswettlauf geben wir richtig Stoff.“