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NWZonline.de Sport Motorsport

Renn-Absage ruft Lob und Kritik hervor

05.01.2008

PARIS /LISSABON Islamistische Terroristen haben einen traurigen Sieg errungen: Erstmals in der Geschichte der Rallye Dakar haben die Veranstalter das Rennen in der Wüste aus Sicherheitsgründen abgesagt. Der Wettbewerb hätte an diesem Sonnabend in Lissabon beginnen und am 20. Januar in Dakar enden sollen. Der Schreck über den Mord an vier französischen Touristen an Heiligabend in Mauretanien sitzt Veranstaltern und Teilnehmern tief in den Knochen. Die Rallye sei „eine Geisel der Räuber, der Terroristen und der Fanatiker geworden“, sagte der fünfmalige Dakar-Sieger Ari Vatanen (Finnland).

Rallye-Leiter Etienne Lavigne begann das Kommuniqué in Lissabon mit den Worten: „Ich habe eine schlimme Nachricht: Dakar 2008 wird nicht starten.“ Es habe direkte Drohungen terroristischer Gruppen gegeben, teilte der Veranstalter Amaury Sport Organisation (ASO) mit. Die französische Regierung hatte zuvor eine Reisewarnung für Mauretanien herausgegeben. „Die oberste Verantwortung ist, die Sicherheit aller zu gewährleisten“, betonte die Organisation ASO, die auch für den Radsport-Klassiker Tour de France verantwortlich ist. Die Sicherheit bei der Rallye Dakar könne nie Gegenstand von Kompromissen sein. 2009 solle allen Anhängern der Rallye „ein neues sportliches Abenteuer“ geboten werden.

„Wir respektieren die Entscheidung im Sinne der Sicherheit, die auch für uns höchste Priorität hat“, sagte VW-Motorsportdirektor Kris Nissen. Die Wolfsburger wollten 2008 den ersten Diesel-Sieg bei der Dakar erringen und hatten dafür vier Werks-Touareg aufgeboten. Kritik an der Absage übte die ehemalige DTM-Siegerin Ellen Lohr, die zum vierten Mal teilnehmen wollte: „Es war eine Fehlentscheidung der Organisation, sich der Regierung zu beugen. Wir hätten starten und wenigstens durch Marokko fahren sollen.“

Nach der Absage wurden erste Forderungen nach Schadenersatz laut. Die portugiesische Stadt Portimao, durch die der Motorsport-Klassiker in seiner 30. Auflage führen sollte, verlangte von der ASO 1,5 Millionen Euro für entstandene Kosten zurück.

Seit 1978 begeistert die Wüsten-Rallye die Fans. Die ursprüngliche Strecke führte von Paris nach Dakar. Es dürfen Autos, Motorräder und Lastwagen starten. Bei den bislang 29 Ausgaben kamen 55 Menschen ums Leben.

www.dakar.com

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