[SPITZMARKE][SPITZMARKE]MANAMA - MANAMA/SID/DPA - Michael Schumacher gibt das Titelrennen auch nach der erneuten Pleite in Bahrain nicht verloren. „Wir arbeiten nun noch härter“, sagte der so schlecht wie noch nie in eine Saison gestartete Weltmeister nach einer Serie von Krisensitzungen: „Ich freue ich mich auf das Ferrari-Heimspiel in Imola. Wir kämpfen uns zurück, das neue Auto ist sehr schnell.“
Gestern flog Schumacher aus der Wüste zurück zu seiner Familie, bereits ab Freitag wird Ferrari in Barcelona testen. In der Woche darauf sollen mit Sonderschichten auf den Teststrecken in Italien die Probleme mit der Zuverlässigkeit des F 2005 und den Reifen abgestellt werden.
Nach Schumachers erstem technisch bedingten Ausfall seit dem 29. Juli 2001 in Hockenheim – ein Hydraulikdefekt stoppte ihn in Runde 13 – beträgt der Rückstand in der WM bereits 24 Punkte auf den überlegenen Bahrain-Sieger Fernando Alonso (Spanien). Einen derart großen Rückstand hat der König der Formel 1 auf dem Weg zu seinen sieben WM-Titeln noch nie aufgeholt.
Trotzdem glauben alle Experten noch an Schumachers Chance. „Für die Formel 1 ist es schön, dass mal andere Fahrer gewinnen“, meinte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. „Aber es sind noch 160 Punkte in 16 Rennen zu gewinnen. Michael kommt zurück. Garantiert.“
In Italien ist der Optimismus nicht so groß. Nach dem Ausfall wurde allgemein von einem Albtraum in der Wüste gesprochen. „Ferrari-Schock. Auch der neue F 2005 hat sich als verheerende Blamage erwiesen“, schrieb die Zeitung La Repubblica.
Teamchef Jean Todt fordert die Ferraristi zum Durchhalten auf: „Wir werden schon in Imola angreifen.“ Davon ist auch Ex-Weltmeister Niki Lauda überzeugt. Die Geschwindigkeit des neuen Autos sei da, jetzt müsse man die Schwachstellen des Gefährts beheben: „Das ist mit Tests relativ einfach. Ich bin sicher, dass Michael wieder gewinnt. Um die WM muss er diesmal hart kämpfen, aber er hat noch eine Chance.“
Selbst WM-Spitzenreiter Alonso, der von Ecclestone schon als „kommender Superstar“ gelobt wird, fürchtet im Titelkampf vor allem Michael Schumacher. „Michael war bis zu seinem Ausfall schneller als ich. Die Italiener haben wirklich ein gutes neues Auto, aber sie scheinen noch Probleme mit den Reifen zu haben.“ Bridgestone-Technikchef Hisao Suganuma verspricht jedoch in den drei Wochen bis zum Rennen in Imola am 24. April einen Supergummi: „Wir bringen einen ganz neuen Reifen. Wir werden unsere Tests noch einmal ausweiten.“
