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NWZonline.de Sport Motorsport

Webber kann sich nach Crash an nichts erinnern

02.12.2014

São Paulo An den heftigen Crash hatte Mark Webber im Krankenhaus keine Erinnerung mehr. Sebastian Vettels ehemaliger Formel-1-Teamkollege hatte am Sonntag im brasilianischen Interlagos mit einem schweren Unfall 25 Minuten vor Ende des Sechs-Stunden-Rennens für einen Schock gesorgt. So dramatisch hatte sich sein Arbeitgeber Porsche den ersten Sieg in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) nicht vorgestellt.

„Ich habe Prellungen und starke Kopfschmerzen. Ich kann mich nicht an den Unfall erinnern oder wie er passiert ist“, sagte der Australier Webber am Morgen danach. Unmittelbar nach dem Unfall war der prominenteste der Porsche-Piloten bei Bewusstsein, wurde erst ins Medical Centre an der Strecke und anschließend in das Hospital Bandeirantes in São Paulo gebracht. Dort wurde bei Webber eine Gehirnerschütterung festgestellt.

Angesichts dessen geriet der erste Porsche-Triumph in einem Langstrecken-WM-Lauf seit 1989 durch das Trio Marc Lieb, Romain Dumas und Neel Jani beinahe zur Nebensache - die Gedanken galten erst einmal Webber. Der Unfall eingangs der Start-Ziel-Geraden, genau dort, wo der Australier schon 2003 in der Formel 1 einmal heftig abgeflogen war, ließ Schlimmes befürchten.

Allerdings gab es bald Entwarnung: Die Untersuchungen im Medical Center ergaben keine ernsthaften Verletzungen. Der 38-Jährige erhielt noch am Abend Besuch von seinen beiden Teamkollegen Timo Bernhard und Brandon Hartley. „Er ist okay“, berichteten sie.

Webber hielt sich auch noch am Montag zur Beobachtung im Krankenhaus auf. Bei Porsche machte sich unterdessen Erleichterung breit - dennoch „bringt dieser Unfall eine seltsame Mischung von Emotionen in den großen Jubel über den Sieg“, meinte Rennleiter Fritz Enzinger.

Webber selbst lag zu Beginn mit seinen Teamkollegen gut im Rennen. Doch technische Probleme am Turbo sorgten dafür, dass das Auto mit der Nummer 20 zurückfiel. Ende 2013 nach seinem Abschied aus der Königsklasse zu den Stuttgartern gekommen, muss er jetzt bis 2015 warten, um nach zwei Podiumsplätzen vielleicht auch einmal ganz oben zu stehen.

Er selbst fühle sich in seiner neuen Umgebung ausgesprochen wohl: „Ich merke auch, dass ich immer besser zurecht komme“. Das bestätigte der Ex-Red-Bull-Pilot auch mit einer sehr starken Qualifying-Leistung und der ersten Pole-Position der Saison. Was ihm in der WEC besonders gefällt: „Der reine Sport steht hier viel mehr im Vordergrund als in der Formel 1. Und die Zusammenarbeit im Team, dass man sich das Auto teilt, die Teamkollegen also nicht in erster Linie Gegner sind.“

Für Porsche war der Sieg beim Finale die Krönung einer sehr erfolgreichen Einstiegssaison in die Langstrecken-WM: Gegenüber der Konkurrenz von Audi und Toyota nicht mit dem größten Budget, aber mit einem innovativen Motoren- und Energierückgewinnungskonzept ausgestattet, machten die Stuttgarter im Laufe des Jahres große Fortschritte. Auf eine Runde im Qualifying lag man in den letzten Rennen schon immer vorn, nur im Rennen war zumindest Toyota immer noch stärker - diesmal nicht. Obwohl das Auto im Vergleich zur Konkurrenz noch ein bisschen schwerer ist, ein Bereich, den man für 2015 ins Auge gefasst hat.

Im kommenden Jahr heißt das ganz große Ziel dann: Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans, dem absoluten Highlight des Langstreckensports. Um die Chancen zu erhöhen, wird Porsche dort mit einem dritten Auto antreten. Ein Fahrer steht schon fest: Nico Hülkenberg, der dafür einen Abstecher aus der Formel 1 in die WEC machen wird - erste Tests soll er noch in diesem Jahr bestreiten.

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