Shanghai - Sebastian Vettel lächelte in die Kameras, Lewis Hamilton warf handsignierte Kappen unter das Fan-Volk: Dichter Nebel über Shanghai hat die Formel-1-Piloten zur Kurzarbeit verdammt und zur Absage des zweiten Freien Trainings zum Grand Prix von China geführt. Die widrigen Wetterbedingungen erlaubten es dem Rettungshubschrauber bei stark eingeschränkter Sicht nicht, im Notfall am nahe gelegenen Krankenhaus zu landen. Dies ist aber eine Voraussetzung, damit die Autos überhaupt auf den Kurs fahren dürfen.
Um einer möglichen Absage des zweiten Saisonrennens am Sonntag zu entgehen, diskutierten die Rennställe mit dem Motorsport-Weltverband FIA sogar eine mögliche Vorverlegung des Grand Prix auf Samstag, wenn eigentlich das Abschlusstraining und die Qualifikation vorgesehen sind. Rennleiter Charlie Whiting hält aber an dem geplanten Renntag fest, da am Sonntag im Gegensatz zum widrigen Freitag noch Wind erwartet wird. Das Rennen wird somit an diesem Sonntag (8 Uhr/RTL) gestartet.
Nur knapp 22 Minuten Motorsport bekamen die Zuschauer auf dem Shanghai International Circuit geboten – und das auch nur im ersten Freien Training. Knapp 13 Minuten vor Ende entschied die Rennleitung, die zunächst auf unbestimmte Zeit verschobene 90-minütige zweite Einheit komplett abzusagen.
In der kommenden Formel-1-Saison wird wie geplant wieder ein Deutschland-Rennen stattfinden. Dies bestätigte der neue Marketingchef der Formel 1, Sean Bratches. Obwohl er nicht den konkreten Austragungsort für Deutschland nannte, handelt es sich um den Hockenheimring. 2017 wird nicht in Deutschland gefahren. Hockenheim trug zuletzt aus Kostengründen nur noch alle zwei Jahre das Deutschland-Rennen aus und ist im Rahmen dieser Vereinbarung 2018 wieder an der Reihe.
Bei Pascal Wehrlein (22) ist indes ein Halswirbelbruch diagnostiziert worden. Der Sauber-Pilot hatte sich die Verletzung bereits im Januar zugezogen und daher den Saison-Auftakt verpasst. Auch in Shanghai ist er nicht dabei. Beim Rennen in Bahrain (16. April) soll er erstmals starten.
