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NWZonline.de Sport Motorsport

Zu wenig Sprit im Tank kostet Sieg

21.08.2017

Zandvoort Genau zwei Stunden durfte sich Marco Wittmann über sein Comeback im Titelkampf der DTM freuen – dann fiel der amtierende Meister aus allen Wolken. Der BMW-Pilot verlor seinen umjubelten ersten Saisonsieg in Zandvoort am Grünen Tisch und ist im Rennen um die Meisterschaft nun bestenfalls ein aussichtsreicher Verfolger.

Grund für Wittmanns Disqualifikation war eine zu geringe Spritmenge im Boliden des 27-Jährigen am Ende des Rennens, BMW verzichtete auf einen Einspruch. Den Sieg erbte Audi-Pilot Mike Rockenfeller (Neuwied) vor seinen Markenkollegen Loic Duval (Frankreich) und Mattias Ekström – und plötzlich war der routinierte Schwede Mann des Tages an der niederländischen Nordseeküste, denn Ekström führt das Gesamtklassement nun recht deutlich an.

Im Gesamtklassement hat Ekström mit 128 Punkten nun 14 Zähler Vorsprung auf René Rast (Minden/Audi), der am Sonntag ohne Punkte blieb. Auch Ex-Champion Rockenfeller (110 Punkte) ist wieder ein Kandidat auf den Gesamtsieg. Rast hatte am Samstag als Neunter zwei Punkte geholt, am Sonntag schied er mit einem Schaden an der Aufhängung aus.

Der frühere Formel-1-Pilot Timo Glock (BMW/Wersau) brachte sich selbst um eine gute Ausgangsposition im Saisonendspurt. Der 35-Jährige gewann zunächst das Rennen am Samstag, im Qualifying am Sonntag bremste er in der Hitze des Wettbewerbs jedoch absichtlich einen Kontrahenten aus und wurde für das Rennen ans Ende des Feldes versetzt. Als Siebter holte er noch sechs Punkte und liegt bei 104 Zählern. Wittmann fährt der Spitze mit nun nur noch 93 Punkten noch weiter hinterher. Auch für Mercedes lief es am ersten Rennwochenende nach der Ausstiegsankündigung nicht nach Plan. Titelkandidat Lucas Auer (Österreich) schied am Sonntag aus und blieb ohne Punkte. Vor rund vier Wochen hatte Mercedes erklärt, die DTM zum Ende der Saison 2018 zu verlassen.

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