DELMENHORST - Unter dem Titel „Von der belebenden Wirkung des Geldes“ gastiert der Oldenburger Chor Bundschuh gemeinsam mit einem jungen Artisten am Freitag, 21. Januar, um 20 Uhr in der Turbinenhalle des Nordwestdeutschen Museums für IndustrieKultur auf der Nordwolle.
Statt mit Aktien, Hypotheken und Derivaten jonglieren die rund 50 Sänger mit Tönen und stellen auf musikalische Weise Fragen, beispielsweise wie sich Geld in Luft auflösen kann und, falls das doch nicht geht, wo es geblieben ist.
Ähnliche Überlegungen haben in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts auch schon Bertold Brecht, Hanns Eisler, Erich Kästner und Kurt Tucholsky angestellt.
Mit ihnen als Kronzeugen, aber ebenso mit Wirtschaftswunder-Musik von Hazy Osterwald, Wohlfühl-Liedern von den Comedian Harmonists und den Prinzen, Revoluzzer-Klängen von Lokomotive Kreuzberg und Rio Reiser, ? mit lyrischer Prosa von Heinrich Heine und prosaischer Lyrik von Robert Gernhardt erinnert das Ensemble unter anderem daran, wer die Werte eigentlich geschaffen hat, die in den Casinos des Kapitalismus verspielt werden.
Als roten Faden spannt der Chor Bundschuh in diesem ganz eigenen Konjunktur- Programm aber nicht nur seine Gedanken, sondern auch ein echtes Drahtseil. Auf dem tanzt ein junger Artist – viel aufregender und schöner, als Finanzakrobaten es können.
Karten sind ab dem 4. Januar zum Preis von 15 Euro, ermäßigt zehn Euro, an der Kasse des Nordwestdeutschen Museums für IndustrieKultur und an der Abendkasse erhältlich.
Informationen gibt es im Museum unter Telefon 04221/ 2985820 und online unter
