DELMENHORST - Dass Kinder sein wollen wie ihre Eltern, ist einigermaßen ungewöhnlich. Das Lebensgefühl der Hippie-Zeit indes übt auch heute, mehr als vierzig Jahre später, noch eine große Faszination auf Jugendliche aus. 50 Schüler des Max-Planck-Gymnasiums wollen sie nachvollziehen – die Sehnsucht nach gesellschaftlicher Veränderung und die Auflehnung gegen den Krieg. „Make love, not war“ lautete die zentrale Botschaft eines der bekannten Musicals, „Hair“ nämlich, das die Schüler ab dem 28. Mai im Kleinen Haus präsentieren werden.

Im September des vorigen Jahres nahm die Musik-Theater-AG des Max-Planck-Gymnasiums die Herausforderung an, dieses Musical singend, tanzend und schauspielernd auf die Bühne zu bringen. Die Band sorgt für mitreißende Live-Musik, die Kostüm-AG schneidert den Akteuren schrille Hippie-Klamotten auf den Leib und die Tontechnik-AG ist für den guten Sound zuständig.

Die Geschichte von Claude, dem jungen Mann, der kurz vor seiner Einberufung in die amerikanischen Streitkräfte steht, von Berger, dem exzentrischen Hippie aus dem New Yorker Central Park, und den anderen Mitgliedern des „Stammes“ spielt Ende der 60er-Jahre in den USA. Das Musical nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in den Protest gegen den Vietnamkrieg, gegen das prüde Amerika der Elterngeneration und in die bunte und zwanglose Welt der Hippies. Mühelos lassen sich immer wieder Parallelen zu unserer heutigen Zeit finden – denn die Idee „Make love, not war“ ist zeitlos.

Die Songs des Musicals sind inzwischen legendär: „Aquarius“, „Hair“, „Hare Krishna“ und „Let the sunshine“ sind neben vielen anderen Musiknummern wichtige Handlungsträger des Stückes.

Die Aufführungstermine nach der Premiere am Freitag, 28. Mai, um 19.30 Uhr sind: Sonntag, 30. Mai, Mittwoch, 2. Juni, und Freitag, 4. Juni, jeweils um 19.30 Uhr. Karten sind ab sofort beim Hausmeister des „Maxe“ sowie in der Buchhandlung Ruppert erhältlich.