DELMENHORST - Humor spielt im Jahresprogramm 2009 des Delmenhorster Theaters Kleines Haus eine tragende Rolle. So gibt sich Ausbilder Schmidt beispielsweise ebenso die Ehre wie Marlene Jaschke. Eingeläutet wird die neue Saison aber am Dienstag, 6. Januar, mit dem traditionellen Delmenhorster Neujahrskonzert. Beginn des Konzerts mit der Mährischen Philharmonie unter der Leitung von Hermann Breuer ist um 20 Uhr. Als Sopranistin tritt Miriam Sharoni auf.

Am Sonntag, 8. Februar, geht’s dann mit Dr. Günter Willumeit als Bauer Piepenbrink weiter. „Erst lachen – dann denken“ heißt das Soloprogramm des Parodisten, der 50 Sprech- und Gesangsstimmen sowie viele Dialekte beherrscht. Seine Lebensphilosophie: „Glück ist das Einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“ Im wahren Leben ist Willumeit übrigens Doktor der Zahnmedizin in Bad Segeberg.

Musikalisch wird es dann tagsdrauf am Montag, 9. Februar: Das Viktor Ullmann Quartett mit Franziska Hölscher, Katharina Uhde, Barbara Buntrock und Tatjana Uhde spielt Werke von Joseph Haydn, Antonin Dvorak und Franz Schubert.

Facettenreich ist die Logik, mit der Bernhard Hoëcker versucht, am Montag, 16. Februar, Antworten auf Fragen des Lebens zu finden. „Ich hab’s gleich“ heißt deshalb das Programm, das die „ausgetretenen Pfade der Gehirnwindungen“ verlässt.

Das Ohnsorg-Theater Hamburg spielt am Sonntag, 22. Februar, im Kleinen Haus. Bei „Geld verdarvt den Charakter“ dreht sich alles um Henry Pechmöller, der in der U-Bahn zur falschen Tasche greift und so Besitzer von einer Million Euro wird – und darüber hinaus einige kriminelle Energie entwickelt. Schließlich will er mit Ehefrau Anne sofort ins Ausland flüchten. Die ist von der Idee aber gar nicht begeistert. Und dann kommen auch noch die Geburtstagsgäste. Und auch der wahre Besitzer des Geldes taucht wieder auf – als Leiche in der Elbe.

Ein musikalisches Lustspiel bieten Ralph von Benatzky, Nora von Collande und Herbert Hermann mit „Meine Schwester und ich“ am Mittwoch, 25. Februar: Prinzessin Lilly hat sich in Roger verliebt. Der Literaturprofessor ist Bibliothekar auf Schloss Saint-Labiche. Aus Standesgründen verdrängt er aber die Zuneigung zu Prinzessin Lilly und flüchtet nach Nancy. Daraufhin erfindet Lilly eine Schwester namens Geneviève, die in Nancy arbeitet und schlüpft selbst in diese Rolle. Als Roger dieser „Schwester“ begegnet, verliebt er sich und heiratet Geneviève. Und damit fangen die Probleme überhaupt erst an.

Einzig Ruhe und Ordnung können diese Welt vor dem Chaos schützen: Und dafür sorgt Herr Holm, der Polizist mit mürrischem Blick und fieser Hornbrille aus Hamburg. Am Sonntag, 1. März, erklärt er den Delmenhorstern, wie sein Leben hinter und neben der Uniform funktioniert. Und natürlich lässt er nie in seinem Bemühen nach, seine Zuschauer zu mündigen und gesetzestreuen Bürgern zu erziehen.

Er erklärt der Metrosexualität den Krieg: Ausbilder Schmidt kommt mit seiner Nummer „Er kam, sah und brüllte“ ins Kleine Haus. Am Sonntag, 13. März, wird er zeigen, was es heißt, eine Bastion der ungebrochenen Männlichkeit zu sein. Kein Abend für Frauenversteher und Muttersöhnchen. Ausbilder Schmidt wünscht sich eine Welt, in der Männer keinen Body-Mass-Index und Pflegelinien für den Mann kennen.

Menschliche und tierische Tragödien: An denen kommt bei Marlene Jaschkes „Verflixt noch mal!“ keiner vorbei. Die Komikerin Jutta Wübbe macht am Mittwoch, 25. März, in Delmenhorst Station, um als Wirbelwind durchs Publikum zu fegen. Dann trägt sie mit klarer Stimme auch wieder einige Lieder vor

Anlässlich des 60. Geburtstages von Peter Millowitsch spielt das Millowitsch-Theater Köln „Liebesgrüße aus Nippes“ im Kleinen Haus: Der Finanzbeamte Anton Schmitz aus Köln Nippes ist völlig verzweifelt, weil seine Frau jeden Cent für eine Ferienwohnung in Spanien auf die Seite bringt, während er die Moneten lieber in die Renovierung seines Wochenendhäuschens am Rursee stecken würde. Die Idee: Als Detektiv mit Kumpel Harry ordentlich Kohle nebenher scheffeln. Doch schon der erste Beschattungsauftrag führt die beiden Schnüffler in Antons Haus und zu seiner Tochter Steffie. Und als hätte Anton damit nicht schon genügend Schwierigkeiten, lässt er sich dann auch noch von seiner eigenen Frau Roswitha in einer verfänglichen Situation erwischen. Das Chaos ist perfekt...

Alle Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr.

Der Kartenvorverkauf läuft über die Konzert- und Theaterdirektion Delmenhorst, 04221/16565.

Weitere Informationen zum Jahresprogramm, dem Theater-Abo und dem Kinderprogramm gibt es unter

www.delmenhorst.de/freizeit/kultur/kleineshaus