• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Kultur Musik & Konzerte

Theater: Rämmi-Dämmi auf dem Hof

08.11.2010

WILHELMSHAVEN „Wat hebbt wi för’n Spoaß hat“, das sagten sich viele Premierenbesucher der Niederdeutschen Bühne am Sonnabend. Im Theater am Meer ging die Premiere des Bauernhof-Rockmusicals „Wi rockt op Platt – Episode twee“ über die Rampe. Und so mancher der zahlreichen Darsteller entwickelte sich bei diesem vergnüglichen musikalischen Abend zur echten Rampen-Sau.

In der vergangenen Spielzeit ging Teil eins der beschwingten Bauernhof-Revue „auf Sendung“. Beteiligten und Publikum machte es damals so viel Spaß, dass man auch den zweiten Teil bei der Autorin Sandra Keck, Star des Ohnsorg-Theaters, einkaufte. Eine richtige Entscheidung, wie sich am Premierenabend für Teil zwei zeigte, denn bei dieser Revue konnten sich alle Mitwirkenden nach ihren Möglichkeiten einbringen – und das Publikum genoss es. Es lachte viel, spendete reichlich Szenenapplaus und entließ die Darsteller erst nach minutenlangem, stehenden Beifall.

Arnold Preuß führte Regie, er und Marion Zomerland gaben die Choreografie vor: Es wimmelte nur so auf der Bühne, und jedes dargestellte Tier hatte seinen eigenen putzigen Charakter. Ob Maus oder Katze, Hengst oder Schlachtschwein, Maulwurf oder Kuh, Gänse oder Hühnerstaat – herrliche fantasievolle Kostüme und lautmalerische Verstellungskünste machten Bauer Meyers Hof lebendig.

Der freute sich, dass seine Frau Alma für drei Tage auf Reise gehen wollte und er sturmfreie Bude haben würde. Doch denkste: Schwiegermutter Wilma fand sich stattdessen ein und piesackte ihn, seine Tochter Anna und seinen Knecht Radeck. Ordnung schaffen, lautete ihre Devise, also Trecker reparieren, die Tiere von Tierarzt Dr. Tuwat durchimpfen lassen und aufpassen, dass sich Enkelin und Knecht und der Fahrradbote Herr Eilich und die sexy Politesse Lisa Podex nicht zu nahe kommen.

Doch als erstes stirbt ihr Kanarienvogel und muss beerdigt werden, der Hengst tritt Bauer Meyer vors Schienbein und wird dafür kastriert und die Nacktschnecken fressen all den Salat. Die Maulwürfe graben sich durchs Feld, die Kuh verabschiedet sich in den Schlachthof, der Fuchs mischt den Hühnerstall auf, der Stier bläst sich trotz Hinkefuß auf, Katzen, Schafe, Gänse, Frösche, alle haben sie im Verlauf des Abends etwas Humorvolles zu vermelden.

Wer fiel besonders auf? Der große Hahn, gespielt von Nicolas C. Ducci als eitlen Gockel, mit großem Einfallsreichtum und Witz, aber auch mit geübter Sangeskunst und (echtem) rockigen Gitarrenspiel. Er hat auch all die Lieder, für die das Orchester als Playback eingespielt wurde, arrangiert und einstudiert. Ganz große Klasse. Zu hören waren englische Hits und deutsche Schlager, aber auch Bernsteins West Side Story. Manches rhythmisch vertrackte Stück war eine echte Herausforderung.

Das sängerische Glanzlicht setzte Kay Watty mit seinem klaren und gefühlvollen Tenor, der den trampeligen jungen Hengst mimte und mit einer Popschnulze seinem Schicksal entgegentrat. Christian Strowik als Knecht hatte den Schalk im Nacken, Christel Dörnath als Schwiegermutter Wilma grantelte grandios.

Doch auch die übrigen Darsteller waren nicht einfach nur Mitläufer, sondern mimten mit Spaß und Einfallsreichtum, wussten dabei auch Gesang und Tanz in Einklang zu bringen. Da hatte jeder im Vorfeld eine Menge zu büffeln.

Knappes Fazit: Sehenswert.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.