Hannover - Mit fast 800 000 Euro fördert die Klosterkammer Hannover zum Jahresende soziale und bildungsbezogene Projekte. „Ein großer Teil der Fördersumme ging diesmal in medien-, musik- und umweltpädagogische Projekte, in denen die Bildung junger Menschen eine wesentliche Rolle spielt“, sagte Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas am Montag in Hannover. Das Geld stamme aus Überschüssen der Vermögensverwaltung des Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds sowie des Hospitalfonds St. Benedikti in Lüneburg.
Mit 118 000 Euro geht die größte Einzelsumme an das medienpädagogische Projekt „Alle zusammen – alles gemeinsam“ des Göttinger Vereins „Blickwechsel“. In dem auf drei Jahre angelegten Projekt sollen Schüler die Arbeit mit Medien vom Drehbuchschreiben bis zum Filmschnitt kennenlernen.
Das Lüneburger Umweltbildungszentrum SCHUBZ erhält für seinen Umzug 100 000 Euro. Knapp 76 500 Euro gehen an den „Internationalen Bund e.V.“ für den Aufbau des „Göttinger Zentrums für Budgetberatung“, einer Beratungseinrichtung für Menschen mit Behinderungen. Ein musikalisches Zusatzangebot der „Sommerlichen Musiktage Hitzacker“ unterstützt die Klosterkammer mit rund 75 500 Euro. Außerdem profitieren zahlreiche kirchliche Gebäude. Für Sanierungsarbeiten gehen 100 000 Euro an die evangelische Kirchengemeinde St. Johannis der Täufer in Walsrode. Das Stift Fischbeck in Hessisch-Oldendorf erhält 80 000 Euro und die katholische St. Martinus-Kirche in Giesen-Emmerke knapp 77 000 Euro.
Die Klosterkammer Hannover ist eine Sonderbehörde zur Pflege von säkularisierten Kirchengütern unter Rechtsaufsicht des Landes Niedersachsen. Sie verwaltet unabhängig ein Stiftungsvermögen aus ehemals kirchlichem Besitz. In diesem Jahr hat die Klosterkammer nach eigenen Angaben insgesamt 200 Projekte aus dem kirchlichen, sozialen und Bildungsbereich mit rund drei Millionen Euro gefördert.
