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Affäre Wulff will Antworten doch publik machen

eb
HANNOVER - Fast drei Viertel der Bürger halten Bundespräsident Christian Wulff durch seine Kredit- und Medienaffäre für dauerhaft beschädigt. Laut Politbarometer der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen, das für die

NWZ

  und das ZDF ermittelt wurde, sind 72 Prozent dieser Ansicht.

Nach scharfer Kritik will Wulff nun doch weitere Informationen in der Kreditaffäre veröffentlichen. Kommende Woche werden seine Anwälte Journalistenanfragen und die Antworten darauf publik machen. Informationen der Kanzlei Redeker zur Wulff-Affäre finden sich auf der Seite www.redeker.de unter „presse/pressemeldungen“.

Unterdessen weist die niedersächsische Staatskanzlei den Vorwurf zurück, bei der Antwort auf eine Anfrage zu Wulff gelogen zu haben. Hintergrund ist ein Bericht des ARD-Magazins „Monitor“, wonach auf eine Anfrage der SPD-Fraktion geantwortet wurde, dass Wulff als Ministerpräsident nur zweimal Kontakt zu dem Hamelner Unternehmer Ali Memari Fard gehabt habe. Tatsächlich hatte Wulff aber zudem 2008 an einem geselligen Kochabend in Fards Villa teilgenommen.

Der Kontakt zwischen Wulff und Fard ist deshalb umstritten, weil Fards Unternehmensgruppe Cemag zehn Millionen Euro an Subventionen und Landesbürgschaften erhalten hatte. 2009 kündigte die Unternehmensgruppe von Fard Insolvenz an. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt wegen Insolvenzverschleppung und Betruges.

Die „Bild“-Zeitung berichtete am Freitag über eine US-Urlaubsreise Wulffs 2007. Der Ministerpräsident, seine heutige Ehefrau Bettina und deren Sohn sollen für den Rückflug von Miami eine Höherstufung von der Economy-Class in die Business-Class erhalten haben. Dafür hätte Wulff laut „Bild“ 210 000 private Bonusmeilen verrechnen müssen. Dies entspräche über 400 Economy-Flügen von Hannover nach München.

 @ Ein Spezial unter:

http://www.NWZonline.de/wulff-affaere

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