Hannover - Mit einem Schweigemarsch durch das Zentrum erinnert Hannover an diesem Mittwoch an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg vor 70 Jahren. In der Nacht zum 9. Oktober 1943 wurden das Stadtzentrum und die dicht besiedelte Südstadt größtenteils zerstört.
Der von der evangelischen Kirche organisierte Schweigemarsch startet um 17 Uhr an der Ruine der in der Bombennacht ebenfalls zerstörten Aegidienkirche im Zentrum, die seit 1951 ein Mahnmal gegen Krieg und Gewalt ist.
Der Marsch mit erwarteten 60 bis 120 Teilnehmern zur Marktkirche führt am Landtag vorbei, wo Landesbischof Ralf Meister und Landtagsvizepräsident Karl-Heinz Klare sprechen werden. Zum anschließenden Gottesdienst wird die Totenglocke im Turm der Marktkirche erklingen.
„Wir machen die Schuld nicht klein, die Schuld unseres Landes und all derer, die vor uns waren in jenen Jahren, sondern wir ziehen sie hervor. Als immer bleibende Mahnung. Für jeden von uns“, erklärte Bischof Meister. Der Zweck des Gedenkens könne nur der Ausdruck eines unbedingten Friedenswillen sein.
Neben dem kirchlichen Gedenken erinnert in der Ruine der Aegidienkirche auch die Stadt selber an die Zerstörung. Außer Bürgermeister Bernd Strauch sprechen auch Stadträtin Marlis Drevermann und Vertreter der IG-Metall-Jugend.
