Frage:
Herr von Wecheln, Anfang 2011 wird ein neuer Notschlepper in Dienst gestellt. Ist die Schutzgemeinschaft Nordsee zufrieden?von Wecheln:
Wir sind sehr zufrieden. Es hat nach langen Jahren und vielen Streitigkeiten über fachliche Kriterien endlich geklappt, dass die deutsche Nordseeküste einen Schlepper für Notfälle bekommt, so wie ihn die Küste auch gewollt hat. Dafür sind wir dem Verkehrsminister trotz langen Wartens natürlich dankbar.Frage:
Warum hat es so lange gedauert, bis die Forderungen der Schutzgemeinschaft erfüllt wurden?von Wecheln:
Es hat uns schon erstaunt, wie einzelne Beamte stur und entgegen sachlichen Kriterien an Dingen festgehalten haben, die der Küste wenig genützt haben. ES begann mit der Diskussion über den Tiefgang, es weiter über die Kriterien für Beflaggung und Gas- und Explosionsschutz – alles Dinge die sehr strittig waren, sich aber nach dem Austausch der Argumente und besonders durch die Unterstützung der Landkreise und durch Bundestagsabgeordnete aus den norddeutschen Küstenländern letztlich zu einem vernünftigen und sachgerechten Ziel geführt hat.Frage:
Ist damit genug für die Sicherheit auf See getan?von Wecheln:
Wenn alles umgesetzt ist, hat Deutschland durchaus eine Vorbildfunktion und ist auf gleicher Höhe mit Frankreich, Spanien und anderen Ländern, die ebenfalls ausreichend Notschleppkapazitäten verhalten. Havarien wird man nie verhindern können, aber wir sind für den Notfall gut positioniert.thema: Sicherheit auf See
Hans von Wecheln, Vorstandssprecher
der Schutzgemeinschaft Nordsee
