Da Bärlauch in seinem Geschmack noch schärfer ist als Knoblauch, wird er von manchen magenempfindlichen Menschen nur schlecht vertragen. Zum Würzen sollte er daher nicht überdosiert werden. Bis zum Zeitpunkt der Blüte finden die jungen, nach Knoblauch duftenden Blätter auch in der Küche Verwendung; fein gehackt zu Rohkostsalaten, Kräuterquarks, Suppen, Soßen und Gemüse.
Bärlauch, der überall in Europa vorkommt, gehört zu den Frühlingsblühern der nährstoffreichen und feuchten Laubwälder. Gerade zur Blüte lohnt sich ein Besuch in den Buchenwäldern. Dort wächst er oft flächendeckend so weit das Auge reicht und erfüllt mit seinem Geruch die Wälder. Der Bärlauch nutzt, wie die anderen Frühlingsblüher Scharbockskraut und Anemone, die kurze Zeit bis zum Laubaustrieb der Bäume und zieht bereits im Frühsommer seine Blätter wieder ein.
Aus seiner Zwiebel wachsen zwei Blätter und ein Blütenstiel, auf dem ein rundlicher Blütenstand mit gestielten Blüten sitzt. Als Inhaltsstoffe enthält er vorwiegend schwefelhaltige ätherische Öle, Mineralstoffe und Vitamin C.
In der Natur sollte Bärlauch trotz seines oft massenhaften Vorkommens nicht ausgegraben werden, wohl aber kann man die schwarzen Samen sammeln und sie zu Hause im Garten aussäen. Dort sind Flächen unter Laub abwerfenden Sträuchern geeignet, auf denen sich der Bärlauch flächig ansiedeln lässt. Er liebt einen frischen, nahrhaften und feuchten Standort im Halbschatten.
