BERGEN-BELSEN - An der Gedenkstätte Bergen-Belsen (Kreis Celle) beginnt an diesem Freitag zum 15. Mal ein Internationales Jugendworkcamp. An der Erinnerungsarbeit auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers wird eine Gruppe südafrikanischer Jugendlicher teilnehmen, die von Pumeza Mandela, einer Nichte des früheren Präsidenten Nelson Mandela begleitet wird.

Bis Ostern werden 70 Jugendliche aus acht europäischen Nationen, Israel und Südafrika gemeinsam nach Spuren auf dem Gelände suchen, es pflegen und Gespräche mit Zeitzeugen führen, teilte ein Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Jugendarbeit in Bergen-Belsen mit.

Die Jugendlichen werden unter anderem den sechs Kilometer langen Erinnerungsweg von der Eisenbahnrampe zum ehemaligen Lagereingang weiter mit Markierungen und Informationstafeln gestalten. Schwerpunkt des Jugendcamps seien aber die Begegnungen mit Überlebenden, sagte der Sprecher. Am 6. April wird der in Ingolstadt lebende Hugo Höllenreiner im Anne-Frank-Haus in Oldau (Kreis Celle) von seiner Zeit im KZ Bergen-Belsen berichten. Zu einem weiteren Zeitzeugengespräch kommt später auch Salomon Finkelstein. Er hatte als Kind die Lager Auschwitz und Mittelbau-Dau überlebt.

Auch Demokratie, Frieden und Vorurteile in der Gegenwart sind Thema der internationalen Jugendbegegnung.