BERLIN/HANNOVER - BERLIN/HANNOVER/DPA - Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) will in der Schlussrunde der Föderalismusreform die Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern zur Sprache bringen. In einem Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) fordert Wulff zugleich ein für die Länder „transparentes Verfahren“ bei der letzten Suche nach Kompromissen für die Reform der Bund-Länder-Beziehungen.

Stoiber und der SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Franz Müntefering wollen noch im April intern die Chancen für eine Einigung bei der Neuaufteilung der Zuständigkeiten von Bund und Ländern ausloten. Hauptstreitpunkt ist dabei die Bildungspolitik.

In seinem Brief fordert Wulff unter anderem langfristige finanzielle Zusagen. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) lehnte die Forderungen Wulffs strikt ab. Er wertete den Brief auch als einen „Affront“ gegen Stoiber als Verhandlungsführer der Union.